Vor ein paar Tagen wachte ich kurz vor 6 Uhr durch das Geräusch splitternden Glases in der Nähe meines Hauses auf.
Mein noch schlaftrunkener Verstand ging davon aus, dass einem Nachbarn ein Spiegel heruntergefallen war – nichts Dramatisches, ich konnte weiterschlafen.
Mein Partner hingegen eilte zur Vordertür, um nachzusehen.
Momente später rief er mich heraus: "Jemand ist mit dem Auto in den Laden nebenan gekracht!"
Mit festgetrocknetem Sabber am Kinn stolperte ich hinaus und starrte ungläubig auf das grüne Auto, umgeben von Glasscherben, das in der zertrümmerten Schaufensterfront steckte.

Noch war niemand vor Ort, also rannte ich hinein, schnappte mein Telefon und wählte den Notruf – falls jemand verletzt war.
Ich tippte: 0118…
Stopp. Falsch! Was war die echte Nummer? 000, natürlich.
Erst beim Erklären beim Operator wurde mir bewusst, was ich fast getan hätte.
Ich hätte beinahe die Fake-Notrufnummer aus einer 'The IT Crowd'-Folge der 2000er gewählt
Um das zu verstehen, reisen wir zurück ins Jahr 2009.
Damals war ich ein 14-jähriger Indie-Teenager, dessen Identität zu 90 Prozent aus britischem TV, Musik und Popkultur bestand. Ich saugte alles auf wie ein Schwamm.
Mit meinen besten Freunden übten wir bei Pyjamapartys Crimps aus 'The Mighty Boosh'.
Ich führte ein Notizbuch mit Zitaten aus 'Black Books', 'Absolutely Fabulous' und 'Doctor Who', um sie vor staunendem Publikum runterzurattern – peak Main-Character-Energy.
Doch keine Serie fesselte mich so wie 'The IT Crowd'.
Staffel 1, Folge 2: Die Szene, die alles erklärt
Richard Ayoade als Moss schaut eine absurd perfekte Werbung: Eine ältere Dame stürzt eine Treppe hinab, gewinnt kurz die Kontrolle, nur um die zweite Hälfte auch zu tumble.
„Ab heute erreichen Sie den Notdienst nicht mehr über 999 – und das ist nicht das Einzige, was sich ändert“, ertönt eine Stimme.
Über einem Synthie-Track mit bouncy Klavier kriecht die Frau zum Telefon.
„Schönere Krankenwagen, schnellere Einsätze, attraktivere Fahrer: Sie sind nicht nur die Notdienste – sie sind ihre Notdienste. Merken Sie sich die Nummer!“
Dann der Chor: „0118 999 881 999 119 725 … [lange Pause] 3.“
Diese Pause – komödiantisches Gold
Keine Pause in der TV-Geschichte ist timing-mäßiger genialer.
„Das ist…“, fordert die Stimme, und der Chor wiederholt: „0118 999 881 999 119 725 … [Pause] 3.“
Die Dame mit ihrem „kleinen Sturz“ quält sich mit der 20-stelligen Nummer.
„Na, das ist easy zu merken“, sagt Moss und rattert sie runter.
„Warum nicht einfach bei einer Eins bleiben?“, stöhnt Roy (Chris O’Dowd).
„Wie schwer ist 911 zu merken?“
„Du meinst 999 – [911 ist] die US-Nummer, du Berk“, schießt Moss zurück.
Alles daran ist legendär: Die lächerliche Werbung, Moss’ Imitation, sogar die Beleidigung „Berk“.
Ich spulte die DVD fieberhaft zurück, schrieb die Nummer auf und lernte sie auswendig – um cool zu wirken. (Fun Fact: IT-Crowd-Wissen ist ewig uncool-proof.)
13 Jahre später blockte sie fast den echten Notruf.
Und wisst ihr was? Ich liebe es, dass sie hängen bleibt. Sie brachte mich an einem chaotischen Morgen zum Lachen.
Falls ihr euch fragt: Der Fahrer floh, der Laden war leer – niemand verletzt.
0118 999 881 999 119 725… 3 kehrt via diesem Artikel in unser kollektives Gedächtnis zurück.
In der ABC Everyday-Kolumne „Rent Free“ teilen Autor:innen Videos, die ihnen im Kopf bleiben (mietfrei).