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Warum spaltet der TikTok-Trend „Bleib-zu-Hause-Freundin“ die Online-Community?

Es scheint, als gäbe es eine Renaissance der Hausfrauen – zumindest auf TikTok.

Eine Seite des Internets beneidet sie, die andere ist tief besorgt. Beide Seiten diskutieren hitzig darüber.

Lassen Sie uns diesen Trend genauer beleuchten.

Was ist der „Bleib-zu-Hause-Freundin“-Trend?

Kinderlose Frauen in ihren 20ern teilen auf TikTok Videos über ihren Alltag als #StayAtHomeGFs. In jedem Clip wird ein etwas anderes Bild gezeichnet, doch eines ist gemeinsam: Ihr Leben wird vollständig von ihren wohlhabenden Partnern finanziert, die Vollzeit arbeiten. Die Frauen kümmern sich hingegen um Haushalt, Kochen, Fitnessstudio und Einkäufe – und dokumentieren das alles für ihre Follower.

Warum regt der Trend die Gemüter auf?

Yaz: Meine erste Reaktion auf diese Videos? Ich will das auch. Keine Kinder, keine Arbeit, nur im Haus wirbeln und das Geld eines anderen ausgeben? Doch bei genauerer Betrachtung wirkt es eher wie ein Albtraum als ein Traum.

Rachel: Genau! Haben wir nicht kürzlich über „quiet quitting“ gesprochen? Zuerst schien der SAHG-Trend eine Rebellion gegen die toxische Hustle-Kultur zu sein.

Aber SAHGs entspannen nicht einfach. Zu ihren Aufgaben gehören das Aufräumen wie Hausangestellte, Fitness und aufwendige Beauty-Routinen – oft für ihre Partner.

Yaz: Schrecklich, etwas am Aussehen für jemanden anderen zu tun, außer für sich selbst.

Rachel: Absolut! Und räumen viele nicht sowieso hinter ihren Partnern auf? TikTok ist voll von Klagen darüber.

Viele Frauen jonglieren Vollzeitjob, Kochen, Putzen und Kinderbetreuung. Es gibt sogar Rechnungen, die die mentale Last in heterosexuellen Beziehungen quantifizieren.

Tun SAHGs nicht dasselbe wie viele andere, nur mit etwas Pilates dazwischen? Als Antwort auf Kritik sagte ein YouTuber: „Die denken, Inhalte entstehen magisch – ich arbeite hart.“

Yaz: Das ist das Argument der Befürworter: Warum nicht als echte Arbeit anerkennen? Hausfrauen kämpfen seit Generationen darum.

Das Problem der Kritiker: Keine Sicherheit. Kein eigenes Einkommen, nicht verheiratet, keine Kinder. Was bleibt bei Trennung? Kontrollieren Partner das Taschengeld? Das birgt Risiken für finanziellen, emotionalen oder gar physischen Missbrauch.

Rachel: Der Trend boomt inmitten von Cottagecore und Slow-Living-Wellen. Viele träumen von einem einfachen Leben off-grid.

Yaz: Schuldig!

Rachel: Aber die wahren Kosten werden erst später klar.

Yaz: Definitiv.

Sollten Sie sich dafür interessieren?

Rachel: Ich liebe diese Videos: Aufwachen, sonniges Frühstück, Yoga, Feierabend – purer Traum. Kuratierte Social Media eben.

Yaz: Ich auch, aber: Lasst uns Frauen in riskanten Situationen unterstützen, ob online oder im echten Leben. Denken Sie nach, bevor Sie so etwas idealisieren. Bleiben Sie sicher!