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Ernährerinnen in der Partnerschaft: So meistern Sie Einkommensunterschiede harmonisch

Ein schönes Auto, teure Abendessen, ein Eigenheim – 1996 ließen diese Ausgaben Alisa Bowman vermuten, ihr damaliger Partner verdiene mehr als sie. MyDaily: Mit der Gefahr flirten: 3 Gründe, warum Frauen mehr betrügen als Männer

Erst beim Zusammenziehen stellte sich heraus: Sie verdiente deutlich mehr. Aus anfänglichen Tausenden Dollar Differenz wurde ein Vierfaches – er betreibt einen Fahrradladen. Besonders prägend war die Phase, in der er über ein Jahr arbeitslos war. „Damals wurde ich zur Haushalts-CFO“, sagt Bowman, Autorin von Project: Happily Ever After. Ein Titel, den sie nicht wollte – und er erst recht nicht.

Bowman ist kein Einzelfall. Studien belegen: Immer mehr Frauen sind die Hauptverdienerinnen. Laut Pew Research stieg der Anteil Männer, deren Ehefrauen mehr verdienen, von 4 % (1970) auf 22 % (2007). Geldthemen – wer verdient wie viel – bleiben für Paare ein Minenfeld.

Während manche mit ungleichen Einkommen glücklich sind, deuten Promi-Fälle (wie Jesse James und Sandra Bullock) an: Manche Männer reagieren mit Untreue auf stärkere Partnerinnen.

Die lizenzierte Therapeutin Alisa Ruby Bash aus Beverly Hills fragt betroffene Paare: „Ist es ein Extremfall – einer arbeitet, der andere sitzt vorm Fernseher? Oder arbeiten beide, mit minimaler Lücke?“



Frauen als Ernährerinnen: Laut Pew Research verdienten 2007 22 % der Frauen mehr als ihre Ehemänner (vs. 4 % 1970). Jede Beziehung ist einzigartig, doch Einkommen ist mehr als nur „wer bringt den Speck heim“. So meistern Sie Gespräche darüber.

Akzeptieren Sie gegensätzliche Finanztypen
Finanziell bewusste Frauen ziehen oft risikobereite Partner an, sagt Geldexpertin Manisha Thakor (Gründerin der Women's Financial Literacy Initiative). MyDaily: Fehlerhaft: Eine Geschichte von der ersten wahren Liebe, die schiefgelaufen ist

„Sparer und Ausgabenfrohe ergänzen sich anfangs“, erklärt sie. „Die ‚finanzielle Andersartigkeit‘ wirkt berauschend. Später entstehen Spannungen.“ Bei Bowman hält ihr Mann sich ans Budget, ohne Mitspracherecht. „Das gibt mir zu viel Macht, zwingt mich in eine Rolle, die mich stresst – ich trage die Hauptlast.“



Berücksichtigen Sie seine Erziehung
Bash identifiziert Typen, die mit erfolgreichen Frauen zurechtkommen: Kreative, Gründer oder solche mit starken Müttern (z. B. Alleinerziehende). Traditionell erzogene Männer haben es schwerer.

Buchhalterin Melissa (New York) schätzt die Gelassenheit ihres Partners. Er übernimmt Reisen trotz ihrer höheren Verdienste: „Er besteht darauf, zu zahlen.“ Frauen mit traditionellem Vaterbild kämpfen öfter.

„Verinnerlichte Erwartungen verfolgen Paare lebenslang“, warnt Bash.

Prüfen Sie Ihre Geldhaltung
Einstellung entscheidet: „Wertende Frauen explodieren irgendwann“, sagt Bash. Sprechen Sie früh über Finanzen. Thakor rät: Teilen Sie Aufgaben nach Stärken – er übernimmt Haushalt, Kochen, Einkäufe. Gleichberechtigung schafft Harmonie.

Bowman: „Erfolg freut mich, doch ich träume von Sabbaticals.“ Sie involviert ihn: „Er ist Wäsche-Chef.“ Thakor: „Spannungen drehen sich um Emotionen zu Geld, nicht Geschlecht.“

Teilen und regieren
Zeit ist Geld. Bei 80-Stunden-Wochen des Partners muss Haushalt fair verteilt werden – ggf. auslagern. „Fairness zählt“, betont Thakor.

Arbeitsmarktfaktor
In Krisen (wie Rezession) ärgern Frauen sich, wenn Partner nicht suchen. MyDaily: Ich habe meinem Mann das Leben gerettet – wie ein Paar herausfand, dass es perfekt passt

„Anstrengung zählt mehr als Beträge“, sagt Thakor. Passende Rollen überbrücken Lücken.

Bowman: „Manchmal beneide ich Paare mit verdienendem Ehemann. Doch ich bin zur CFO geworden – eine Umstellung wäre schwer.“

Geschrieben von Vanessa Voltolina für MyDaily