DeuAq.com >> Leben >  >> Arbeit

Warum Liebe mehr zählt als Geld: Meine persönliche Reise vom Reichtum zum echten Glück

Als ich etwa zwölf Jahre alt war, nahm mein Vater uns zum Abendessen ins vornehmste Restaurant der Stadt. Wir feierten den Börsengang seines Unternehmens, ohne zu ahnen, was das bedeutete. Erst vor dem Dessert reichte er meiner Schwester und mir je einen frischen 100-Dollar-Schein und prophezeite ein neues Leben.

Plötzlich waren wir reich. Bisher lebten wir bürgerlich: Meine Mutter war Hausfrau, mein Vater promovierte und erfand danach innovative Technologien für das junge Internet. Er war brillant darin.

Drei Jahre lang genoss ich das privilegierte Leben eines reichen Kindes. Eine unvergessliche Bat-Mitzwa-Party, ein Klavier zum Geburtstag, eine monatliche Kleiderzulage. Urlaube auf Kreuzfahrten und in hawaiianischen Resorts rundeten es ab. Es war atemberaubend...

Dann kam die Dotcom-Pleite – und über Nacht war der Reichtum verpufft. Mein Vater entließ seine engsten Mitarbeiter, meine Mutter jobbte im Supermarkt um die Ecke.

Warum Liebe mehr zählt als Geld: Meine persönliche Reise vom Reichtum zum echten Glück
Giphy

Trotzdem änderte sich mein Alltag kaum. Meine Freunde schätzten mich um meinetwillen, nicht wegen des Geldes. Ich kleidete mich goth-mäßig, trotz Zulage, und hing in Diners mit seltsamen Kumpels ab. Nichts änderte sich.

Geld hat mich nie besessen. Als Erwachsene lebte ich in einer winzigen Studio-Wohnung von Bohnen und Reis, schrieb Gedichte. Geld ermöglichte familiäre Erlebnisse – mehr braucht es nicht.

Als ich meinen späteren Mann traf, warnte er: Als Ingenieur verdiene er nicht viel. Ich als Schriftstellerin und Malerin auch nicht. Es war mir egal – und ist es heute noch.

Warum Liebe mehr zählt als Geld: Meine persönliche Reise vom Reichtum zum echten Glück
Favim

Erfahrungen übertrumpfen Besitz. Ich bastle Halloween-Kostüme aus Secondhand-Stoffen, lerne Konservieren und Gärtnern, lese oder spiele Brettspiele. Ferien sind schön, doch Menschen machen sie besonders.

Mein Mann entschuldigt sich manchmal für fehlende teure Geschenke. Ich versichere: Zeit miteinander ist besser als jedes Ding.

Sachen sind toll, aber sie schaffen kein Glück. Meine besten Reichtumserinnerungen? Gemeinsam "California Dreamin'" singen, Familienabende mit schlechten Filmen oder Vaters improvisiertes Abendessen mit Cheerios und Bier – gefolgt von Pizza.

Wir genossen einfach unsere Gesellschaft.

Warum Liebe mehr zählt als Geld: Meine persönliche Reise vom Reichtum zum echten Glück
Drehen

Also zu meinem Mann: Kein Bedarf für teure Restaurants oder Gadgets. Lieber Clue zu Hause mit billigem Wein und Fußmassage. Verwöhne mich mit Liebe – sie ist unschlagbar.