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Magen-Darm-Infekt: Bewährte Hausmittel gegen Symptome und Beschwerden

Die Magen-Darm-Grippe, medizinisch als Gastroenteritis bekannt, ist eine häufige Erkrankung mit unangenehmen Symptomen. Basierend auf bewährten Empfehlungen erfahren Sie hier effektive Hausmittel sowie Tipps, welche Nahrungsmittel Sie besser meiden sollten.

Magen-Darm-Grippe – Was passiert dabei im Körper?

Die Magen-Darm-Grippe tritt weltweit auf und kann jeden betroffen. Trotz des Namens hat sie nichts mit der Influenza zu tun. Verschiedene Erreger wie Viren, Bakterien oder Parasiten verursachen eine Entzündung der Schleimhäute in Magen und Dünndarm – daher auch der Begriff Magen-Darm-Infekt. Im Gegensatz zur Grippe mit Erkältungssymptomen beschränken sich die Beschwerden auf den Verdauungstrakt.

Durch die Beschädigung der Schleimhäute reagiert der Körper oft mit Erbrechen und Durchfall: Erbrechen dient als Schutzmechanismus gegen Erreger, während Durchfall durch vermehrtes Wasser im Stuhl entsteht.

Magen-Darm-Infekt – Typische Symptome

Symptome treten meist Stunden nach der Infektion auf. Die häufigsten sind:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • starker Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Bauchkrämpfe

Sie können plötzlich und heftig einsetzen. Durch Flüssigkeits- und Elektrolytverlust droht in schweren Fällen eine Austrocknung.

Weitere mögliche Symptome:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Blut im Stuhl

Die Intensität und Dauer hängen vom Erreger ab. Bei Kindern, Älteren, Schwangeren, Stillenden oder Immunschwachen ist ein Arztbesuch essenziell.

Hausmittel gegen Magen-Darm-Beschwerden – Richtige Ernährung

Primär: Viel trinken! Nehmen Sie in kleinen Schlucken Wasser oder Kräutertees zu sich, um Flüssigkeitsverluste auszugleichen.

Leichte Kost unterstützt die Regeneration und gleicht Elektrolyte aus. Vermeiden Sie fettige Speisen. Empfehlungen (weitere Tipps zu magenschonendem Essen):

  • Gemüsebrühe
  • Nudeln
  • Reis
  • Weißbrot (z. B. Toast, Zwieback)
  • Kartoffeln
  • Porridge (magenschonende Haferschleimsuppe)
  • fein geriebener Apfel
  • zerdrückte Bananen

Meiden Sie:

  • Zucker- und Koffeinhaltiges (Fruchtsäfte, Cola, Kaffee)
  • Kohlensäurehaltige Getränke
  • Milchprodukte
  • Alkohol

Cola und Salzstangen sind nicht ideal: Salzstangen fehlt Kalium, Cola reizt durch Zucker und Koffein. Hören Sie auf Ihren Körper.

Magen-Darm: Effektive Mittel gegen Durchfall

Unterscheidung zwischen Adsorbentien (binden Erreger) und Quellstoffen (binden Wasser, für festeren Stuhl).

Adsorbentien:

  • Pektine: In Äpfeln, Karotten, Aprikosen, Zitrusschalen, Quitten. Tipp: Roher Apfel fein reiben.
  • Heilerde: Feiner Löss-Sand bindet Giftstoffe.
  • Aktivkohle: Poröses Mittel aus der Apotheke – vorher Arzt/Apotheker konsultieren.

Quellstoffe:

  • Flohsamenschalen
  • Leinsamen

Weitere Hausmittel bei Magen-Darm-Problemen

Tee:

  • Fenchel- und Kamillentee: Beruhigen den Magen-Darm-Trakt.
  • Grüner und Schwarzer Tee: Gerbstoffe schützen die Schleimhaut.
  • Blaubeerentee: 2 TL getrocknete Beeren mit 150 ml kochendem Wasser übergießen – bei leichtem Durchfall.

Wärmflasche: Lindert Bauchkrämpfe wirksam.

Ingwer und Zitrone: Gegen Übelkeit und Erbrechen.

Magen-Darm-Infekt – Präventionstipps

  • Hygiene: Hände gründlich waschen.
  • Abstand halten: Erkrankte bleiben zu Hause, eigene Toilette nutzen.
  • Auf Reisen: Rohes schälen oder garen, Wasser abkochen.

Magen-Darm-Erreger und Übertragung

Hoch ansteckend durch Viren (Noro-, Rotaviren), Bakterien (Salmonellen) oder Parasiten. Ansteckend bereits bei Symptomenbeginn, bis Wochen danach.

Hauptsächlich Schmierinfektion. Andere Wege:

  • Tröpfcheninfektion (Noro-Viren).
  • Zoonosen (Salmonellen via rohe Eier, Milch, Fleisch).

Ansteckungsrisiko steigt mit Keimzahl.