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Aceton: Risiken für Haut und Nägel und wie Sie sicher damit umgehen

Aceton ist in Nagellackentfernern und vielen Alltagsprodukten weit verbreitet. Als starkes Lösungsmittel eignet es sich hervorragend, um Lacke zu entfernen – doch für Haut und Nägel ist es alles andere als ideal.

Aceton, chemisch Propanon genannt, löst nicht nur Nagellack, sondern wird auch in der Industrie eingesetzt, etwa bei der Herstellung von Plexiglas. Zudem findet es sich in Reinigungsmitteln und Klebstoffen. Bei Zimmertemperatur ist es flüssig und verdampft rasch – ein Vorteil für die kurze Hautkontaktzeit, aber der intensive Geruch breitet sich schnell aus.

Die Risiken von Aceton

Häufige Anwendung acetonhaltiger Nagellackentferner kann Nägel brüchig machen, da Aceton das Keratin, den Hauptbestandteil der Nägel, angreift. Es entfernt zudem natürliche Fette, was die umliegende Haut austrocknet. Aus diesem Grund empfehlen Dermatologen und Kosmetikexperten, den Kontakt mit Aceton so gering wie möglich zu halten.

Das unabhängige Portal Codecheck.info bewertet Aceton als leicht bedenklich: Es kann das Nervensystem beeinträchtigen, Atemwege reizen und bei hoher Einatmung zu Müdigkeit oder Kopfschmerzen führen. Zudem ist es hochentzündlich und sollte in größeren Mengen nicht in die Kanalisation gelangen.

Praktische Tipps für den Umgang mit Aceton

  • Verwenden Sie nach acetonhaltigem Nagellackentferner eine pflegende Creme, die Haut und Nägel vor Austrocknen schützt und stärkt.
  • Lüften Sie den Raum gründlich, da der flüchtige Stoff sich rasch verteilt.
  • Greifen Sie zu acetonfreien Alternativen. Prüfen Sie Inhaltsstoffe mit Apps wie Codecheck, um andere problematische Stoffe zu vermeiden.