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Vitamin-C-Überdosierung: Symptome, Risiken und empfohlener Tagesbedarf

Eine Überdosierung von Vitamin C ist durch die normale Ernährung nahezu ausgeschlossen und für gesunde Menschen unbedenklich. Erfahren Sie hier, wann eine zu hohe Aufnahme Risiken birgt.

Vitamin C, auch bekannt als Ascorbinsäure, spielt eine zentrale Rolle bei vielen Körperprozessen und fördert das allgemeine Wohlbefinden. Da der Körper es nicht selbst produzieren kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden.

In Industrieländern wie Deutschland ist eine ausreichende Versorgung bei einer gesunden, ausgewogenen Ernährung problemlos möglich. Doch was geschieht bei einer übermäßigen Zufuhr und einer Vitamin-C-Überdosierung?

Vitamin-C-Überdosierung: So hoch ist der empfohlene Tagesbedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt folgende tägliche Mengen an Vitamin C:

  • Säuglinge bis 12 Monate: 20 mg pro Tag
  • erwachsene Männer: 110 mg pro Tag
  • erwachsene Frauen: 95 mg pro Tag
  • schwangere Frauen: 105 mg pro Tag
  • stillende Frauen: 125 mg pro Tag

Raucher haben einen erhöhten Bedarf: 155 mg bei Männern und 135 mg bei Frauen.

Diese Mengen lassen sich leicht durch frisches Obst und Gemüse decken – saisonal und regional. Besonders vitaminreiche Lebensmittel sind Sanddorn, Acerola-Kirschen, Hagebutte, schwarze Johannisbeere, Petersilie, Grünkohl und Sauerkraut.

Vitamin-C-Überdosierung: Wichtige Hinweise

Über die übliche Ernährung ist eine Überdosierung praktisch unmöglich. Sie droht nur bei langfristig übermäßiger Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, wenn der obere Grenzwert im Blut von 15 Millimol pro Liter überschritten wird.

Bei gesunden Menschen sind die Symptome mild: Das wasserlösliche Vitamin wird größtenteils über den Urin ausgeschieden. In seltenen Fällen können Magenkrämpfe, Übelkeit oder Durchfall auftreten, die schnell abklingen.

Risiken bestehen bei Vorerkrankungen wie Stoffwechselstörungen oder Nierenproblemen. Eine eingeschränkte Nierenfunktion verzögert die Ausscheidung, was zur Bildung von Oxalsäure und einem erhöhten Risiko für Nierensteine führen kann.

Fazit:

Vitamin C lässt sich problemlos decken, eine Überdosierung ist selten. Symptome verschwinden, sobald der Überschuss ausgeschieden ist.

Vitamin C: Wissenswertes zur Wirkung und Versorgung

Vitamin C wird oft als Erkältungsmittel gepriesen, doch Studien zeigen keinen signifikanten Einfluss auf den Verlauf. Es kann Anfangssymptome mildern und die Dauer verkürzen, wie die Harvard School of Public Health berichtet.

Seine antioxidative Wirkung bindet freie Radikale, schützt Zellen und senkt das Risiko für Herzkrankheiten oder Krebs. Zudem unterstützt es den Kollagenaufbau, Aminosäuresynthese, Cholesterinstoffwechsel und Fettverbrennung.

Ein Mangel tritt selten auf – historisch bei Seefahrern ohne frisches Obst und Gemüse. Er erfordert monatelange Unterversorgung.

Symptome eines Vitamin-C-Mangels:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Unwohlsein
  • Körperliche Schwäche und Muskelabbau
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Haarausfall
  • Zahnfleischentzündungen und Zahnausfall
  • Verzögerte Wundheilung
  • Erhöhtes Risiko für Entzündungen

Mehr zu Vitamin C finden Sie auf den Seiten des National Institutes of Health (NIH) und der Oregon State University.