In der Schwangerschaft ist Tee eine entspannende Möglichkeit, den erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu decken und leichte Beschwerden zu lindern. Viele Sorten sind unbedenklich, doch bei manchen raten Experten zur Vorsicht.
Die Schwangerschaft bringt spannende Veränderungen mit sich – von der Kinderzimmereinrichtung bis zur Organisation der Elternzeit. In dieser Phase sehnt sich der Körper nach Entspannung und braucht mehr Flüssigkeit als sonst.
Mehrere Tassen Tee am Tag wärmen im Winter von innen und erfrischen im Sommer gekühlt und ungesüßt.
Welche Teesorten sind in der Schwangerschaft empfehlenswert?
Verschiedene Tees sind sicher und können Schwangerschaftsbeschwerden gezielt mildern:
- Früchtetees sind völlig unbedenklich und reich an Mineralstoffen sowie Vitamin C, das den Körper stärkt.
- Kamillentee beruhigt, wirkt entzündungshemmend, löst Krämpfe und hilft bei Sodbrennen in der Schwangerschaft.
- Hagebuttentee lindert Verstopfungen, hat eine sanfte abführende Wirkung und stärkt das Immunsystem.
- Fencheltee eignet sich bei gereiztem Magen, Sodbrennen und Blähungen.
- Ingwertee hilft gegen Übelkeit und Verstopfung, aber maximal zwei Tassen täglich – Ingwer wirkt wehenfördernd. Nicht mehr als sechs Gramm Ingwer pro Tag; wiegen Sie ihn vor der Zubereitung ab.
- Lavendeltee fördert den Einschlafprozess – ideal abends vor dem Schlafengehen.
- Rooibostee enthält Rutin, das Krampfadern vorbeugen kann. Er beruhigt den Magen-Darm-Trakt und dämpft Stresshormone wie Cortisol.
Welche Teesorten sollten Schwangere meiden?
Laut netdoktor.de sind folgende Tees in der Schwangerschaft nur sparsam oder gar nicht empfehlenswert:
- Himbeerblättertee erst ab der 37. Woche – er lockert Beckengewebe und Gebärmuttermuskulatur und kann die Geburt einleiten (drei bis fünf Tassen täglich).
- Süßholzwurzel (wie in Lakritze) erhöht den Blutdruck und den Plazentablutfluss, was Fehlgeburtsrisiken birgt.
- Johanniskrauttee ist embryotoxisch und sollte vermieden werden.
- Entwässernde Tees wie Brennnesseltee belasten die Nieren zusätzlich.
- Pfefferminztee in hohen Dosen regt die Gebärmuttermuskulatur an und kann vorzeitige Wehen auslösen. Als bewährtes Mittel gegen morgendliche Übelkeit maximal zwei Tassen täglich.
- Passionsblumentee wirkt ähnlich anregend auf die Gebärmutter.
- Salbeitee hemmt später die Milchbildung und regt in der Schwangerschaft die Gebärmuttermuskulatur an.
- Grüner und schwarzer Tee enthalten Teein (ähnlich Koffein), das die Plazenta passiert. Maximal zwei Tassen Schwarztee oder drei Tassen Grüntee täglich, ohne zusätzlichen Kaffee.
Pestizide und Schadstoffe beachten
In der Schwangerschaft Schadstoffe meiden: Konventioneller Tee enthält oft Pestizide. Wählen Sie Bio-Tee, da chemische Pestizide im Bio-Anbau verboten sind. Dennoch fand Ökotest 2017 Pestizidrückstände in manchen Bio-Babysorten. Wechseln Sie Sorten und Marken regelmäßig.
Kräutertees können Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) enthalten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht bei hoher Dosierung kein akutes Risiko, rät Schwangeren aber von übermäßigem Konsum ab.