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Weidenrinde: Bewährtes natürliches Heilmittel gegen Fieber, Schmerzen und Rheuma

Weidenrinde ist ein traditionelles und wirksames Hausmittel bei Fieber, Rheuma und Schmerzen. Erfahren Sie hier von den wertvollen Inhaltsstoffen und der richtigen, sicheren Anwendung.

Bereits in der Antike galt die Weide als Heilpflanze. Vor der Erfindung von Schmerztabletten half die schmerzlindernde Rinde vielen Menschen. Wie Christian Zehnter in seinem Buch „Heilkräuter – kurz & bündig“ erläutert, wurde daraus 1898 das erste synthetische Aspirin gewonnen.

Weidenarten wachsen auf der nördlichen Halbkugel an feuchten Orten wie Bachläufen, Waldrändern und Wiesen. Sie treten in Baum- oder Strauchform auf und sind im März bis April an den typischen Weidenkätzchen erkennbar.

Weidenrinde als Heilmittel

Für Heilzwecke verwendet man nur die Rinde jüngerer Zweige, die im Frühjahr geerntet und getrocknet wird. Praktisch sind auch Fertigpräparate aus der Apotheke.

Die Rinde enthält gesundheitsfördernde Stoffe wie:

  • Salicin
  • Flavonoide
  • Gerbstoffe
  • Glykoside

Salicin wird im Darm zu Salicylsäure umgewandelt, die fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt. Weidenrinde unterstützt zudem antirheumatisch.

Achtung! Längere Einnahme kann die Blutgerinnung hemmen. Nicht geeignet bei Blutverdünnern, in Schwangerschaft oder Stillzeit sowie für Kinder unter 12 Jahren. Bei anhaltenden Kopfschmerzen, Fieber oder anderen Symptomen Arzt konsultieren.

Weidenrinde als Hausmittel gegen Fieber

Dank ihrer entzündungshemmenden Wirkung eignet sich Weidenrinde zum Fiebersenken. Nach „Heilkräuter – kurz & bündig“ zuerst schweißtreibende Tees wie aus Linde, Holunder oder Ingwer (Ingwertee) nutzen, um Erreger auszuscheiden.

Anschließend hilft Weidenrindentee. Kombinieren Sie ihn mit entzündungshemmenden Kräutern wie Mädesüß oder Brennnessel.

Zubereitung des Weidenrindentees:

  • 1-2 TL klein geschnittene Weidenrinde
  • 1 Tasse (250 ml) kochendes Wasser

Die Rinde mit kochendem Wasser übergießen, abgedeckt 10 bis 20 Minuten ziehen lassen und trinken. Bei Bedarf 2 bis 5 Tassen täglich.

Weidenrinde als Mittel gegen Schmerzen

Gegen Kopf- und Gliederschmerzen wirkt Weidenrinde schmerzlindernd – eine Tasse Tee ersetzt oft eine Aspirin-Tablette.

Vorteile gegenüber Aspirin:

  • Bessere Aufnahme der Wirkstoffe.
  • Keine Magenreizung; schonende, stundenlange Freisetzung.
  • Keine bekannten Nebenwirkungen wie bei Acetylsalicylsäure (laut Apothekenumschau).

Auch bei Magen-Darm-Beschwerden lindert sie Schmerzen und Entzündungen.

Weidenrinde gegen rheumatische Erkrankungen

Bei rheumatischen Beschwerden mit chronischen Schmerzen in Gelenken, Muskeln und Sehnen hilft Weidenrinde durch ihre schmerzlindernde, entzündungshemmende und antirheumatische Wirkung.

Als Tee oder im Vollbad: Die Stoffe werden über Haut und Dampf aufgenommen.

Vollbad-Zubereitung: 50 g getrocknete Weidenrinde mit 2 Litern heißem Wasser übergießen, 10 bis 15 Minuten ziehen, ins Bad geben. 20 Minuten bei 40 °C baden (nach „Heilkräuter – kurz & bündig“). Bei Herz-Kreislauf-Problemen vorher Arzt fragen.