Salbei, Menthol, Thymian oder Eukalyptus: Hustenbonbons gibt es in vielen Varianten. Doch gekaufte Produkte sind nicht immer ideal. Als Experten für natürliche Hausmittel zeigen wir Ihnen, wie Sie Hustenbonbons einfach und effektiv selbst herstellen.
Wie wirken Hustenbonbons?
Im Winterwellen der Erkältungen greifen viele zu Hustenbonbons, um Husten und Halsschmerzen zu lindern. Sie sollen schleimlösend wirken und den Hustenreiz mildern.
Die Wirkung basiert vor allem auf zwei Mechanismen: Der Zuckergehalt bildet eine schützende Schicht auf der Rachen-Schleimhaut und lindert Schmerzen vorübergehend, wie Onmeda erklärt. Zudem tragen pflanzliche Extrakte maßgeblich bei:
- Eukalyptus löst Schleim in den Nasennebenhöhlen, fördert seinen Abtransport, wirkt antibakteriell, krampflösend und kühlend auf gereizte Schleimhäute – laut Apotheken Umschau. Alternativ eignet sich Eukalyptusöl.
- Thymian löst Schleim, wirkt krampflösend, hemmt Bakterien und Viren und lindert Schmerzen (Onmeda).
- Pfefferminze enthält Menthol, das schleimlösend und krampflösend ist.
- Spitzwegerich löst Schleim und wirkt entzündungshemmend.
- Isländisches Moos dämpft den Hustenreiz, beruhigt Schleimhäute und hemmt Keime.
- Eibisch lindert Reizungen, Schmerzen und stärkt die Immunabwehr.
- Salbei bekämpft Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
Das Lutschen regt den Speichelfluss an und befeuchtet trockene Schleimhäute.
Nachteile gekaufter Hustenbonbons
Hustenbonbons sind keine verschreibungspflichtigen Arzneimittel und enthalten oft nur geringe Wirkstoffdosen. Trotz vorübergehender Linderung gibt es gesundheitliche und ökologische Nachteile:
- Viel Zucker schädigt Zähne, fördert Karies und birgt Risiken wie Übergewicht, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mehr dazu: Leben ohne Zucker.
- Zuckerfreie Varianten mit Isomalt schonen Zähne, sind aber kalorienreich und können abführend wirken.
- Verpackung: Plastik- und Papierhüllen erzeugen unnötigen Müll – unverpackte Bonbons sind rar.
Hustenbonbons selbst machen – so gelingt es
Selfmade-Bonbons sparen Müll und erlauben präzise Dosierung natürlicher Wirkstoffe. Zutaten für ca. 100 g:
- 100 g Birkenzucker (Xylit)
- 2 EL getrocknete oder frische Kräuter (z. B. Minze, Thymian, Salbei, Spitzwegerich, Ingwer)
- Optional: einige Tropfen ätherisches Öl (Minze oder Thymian)
- Optional: Spritzer Zitronensaft für Frische
Xylit schont Zähne, ist kalorienärmer und diabetikerfreundlich – in Maßen genießen, da es in großen Mengen Blähungen verursachen kann. Alternativ: Normaler Zucker.
Rezept mit Xylit:
- Xylit bei mittlerer Hitze schmelzen, bis es klar wird.
- Vom Herd nehmen, Kräuter, Öl und Zitronensaft einrühren.
- Bonbongroße Tropfen auf Backpapier geben.
- 1 Stunde abkühlen lassen – fertig!
Tipp: Wiederverwendbares Silikon-Backmatten statt Einwegpapier.
Mit Zucker (200 g Zucker + 100 ml Sud):
- Aus Kräutern und 100 ml Wasser Sud kochen, abseihen.
- Zucker mit etwas Sud karamellisieren.
- Restlichen Sud und Öl zugeben.
- Einkochen, bis dickflüssig, Tropfen portionieren.
- Abkühlen lassen.
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