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Niyamas: Die fünf Yoga-Prinzipien für ein erfüllteres Privatleben

Die Niyamas bilden die ethischen Leitlinien des Yoga für den Umgang mit uns selbst. Diese Prinzipien bieten eine bewährte Orientierung für mehr Zufriedenheit im Alltag – unabhängig davon, ob Sie Yoga praktizieren oder nicht.

Im traditionellen Ashtanga Yoga werden zunächst die Yamas und Niyamas verinnerlicht, bevor die körperliche Praxis beginnt.

Während die Yamas Regeln für harmonisches Zusammenleben in der Außenwelt definieren, widmen sich die Niyamas dem bewussten Umgang mit Körper und Geist.

Sie müssen keine Matte ausrollen, um davon zu profitieren. Die fünf Niyamas inspirieren zu einem freieren, glücklicheren Leben für jedermann.

1. Niyama: Sauca – Reinlichkeit auf allen Ebenen

Sauca, das erste Niyama, steht für Reinlichkeit. Es geht um Gründlichkeit und Sauberkeit – körperlich, mental und spirituell. Dies schafft nicht nur Gesundheit, sondern auch Klarheit im Geist.

  • Körperlich bedeutet Sauca einen respektvollen Umgang mit unserer Gesundheit: Regelmäßiges Waschen, Bio-Duschgel, Biokosmetik und giftfreie Kleidung.
  • Bei der Nahrung wählen Sie Bio-Produkte und orientieren sich an Bio-Siegeln.
  • Halten Sie Ordnung im Haushalt, um inneren Frieden zu fördern.
  • Mental reinigen Sie negative Gedanken und pflegen positives Denken.
  • Reine Worte ohne Negatives runden Sauca ab.

2. Niyama: Santosha – Zufriedenheit

Santosha bedeutet Zufriedenheit oder Bescheidenheit: Eine Haltung, die das Akzeptiert, was ist.

  • Statt Erwartungen und Enttäuschungen suchen Sie innere Zufriedenheit, unabhängig von äußeren Umständen.
  • Akzeptanz befreit und ermöglicht ein unbeschwertes Leben.
  • Trainieren Sie bewusst zufriedener zu sein.

3. Niyama: Tapas – Selbstdisziplin

Tapas steht für Disziplin – eine Kernhaltung im Yoga. Mit Disziplin lassen sich Ziele erreichen.

  • Überwinden Sie selbstauferlegte Grenzen.
  • Bauen Sie mentale Stärke auf, um selbstbestimmt zu leben und Gewohnheiten zu kontrollieren.

4. Niyama: Svadhyaya – Selbsterforschung

Svadhyaya ist das Untersuchen des Selbst auf dem Weg zur Selbstverwirklichung.

  • Praktizieren Sie Achtsamkeit: Beobachten Sie Körper, Geist und Verhalten neutral.
  • Erkennen Sie Stärken und Schwächen, um Ihre beste Version zu entfalten.
  • Studieren Sie heilige Texte wie Yoga Sutras, Upanishaden oder Bhagavad Gita – oder Texte, die Ihnen persönlich wichtig sind.

5. Niyama: Ishvarapranidhana – Hingabe

Ishvarapranidhana übersetzt sich als Gottvertrauen oder Hingabe. Lösen Sie sich von engen Gott-Vorstellungen und öffnen Sie sich einem breiteren Konzept.

  • "Gott" kann Natur, Universum oder Energie bedeuten – etwas Persönliches.
  • Kultivieren Sie Vertrauen und Hingabe, um Ängste zu überwinden.
  • Lernen Sie Gelassenheit für ein sorgloseres Leben.

Schritt für Schritt: Niyamas im Alltag umsetzen

Ob Yogi oder Neuling: Die Niyamas führen zu Gesundheit und Zufriedenheit – ohne Räucherstäbchen oder Dogmen.

Wählen Sie, welche Niyamas Sie vertiefen möchten. Die Yoga Sutras unterstützen einen schrittweisen Prozess der Selbstverwirklichung.