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Mit Muskelkater trainieren: Ist das sinnvoll?

Mit Muskelkater zu trainieren kann die leichten Schmerzen je nach Art der Belastung verbessern oder verschlimmern. Was du dazu wissen solltest, erklären wir dir in diesem Artikel.

Mit Muskelkater trainieren: So entsteht der Schmerz

Muskelkater meldet sich in der Regel nach sportlichen Aktivitäten oder anderen schweren körperlichen Belastungen. Dann fühlen sich bestimmte Muskelgruppen eine Zeit lang etwas schwerer und unbeweglicher an. Wahrscheinlich nimmst du auch ein Ziehen oder ein stumpfes und kraftloses Gefühl in den Muskeln wahr.

Die Schmerzen entstehen durch Mikroverletzungen in den Muskelfasern: Diese reißen bei ungewöhnlichen oder intensiven Bewegungen ein. Wenn unser Körper beginnt, die Fasern wieder zu reparieren, dringt Wasser in die Fasern. Die Flüssigkeit sammelt sich zu Ödemen an, durch die der Muskel anschwillt und den Muskelkater auslöst.

Sport ist die häufigste Ursache für Muskelkater. Dabei gilt: Je untrainierter du bist oder je ungewöhnlicher der Bewegungsablauf, desto wahrscheinlicher tritt der Muskelkater ein. Neben Sport können auch Medikamente oder epileptische Anfälle Muskelschmerzen auslösen. Wenn das der Fall ist, solltest du auf jeden Fall ärztlichen Rat hinzuziehen.

Mit Muskelkater trainieren: Das solltest du beachten

Muskelkater hält in der Regel höchstens eine Woche an und klingt dabei von selbst wieder ab. Er hinterlässt keine weiteren Schäden. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, solltest du die entsprechenden Muskelgruppen möglichst schonen. Trotzdem ist es auch möglich, mit Muskelkater zu trainieren.

Dabei kannst du auf eine schonende Trainingsmethode zurückgreifen, die du möglichst locker ausführst. Besonders geeignet sind zum Beispiel Schwimmen, Aquajogging, Yoga oder auch langsames Joggen und Fahrradfahren. Derartige Sportarten können den Heilungsprozess sogar unterstützen und somit helfen, Muskelkater zu bekämpfen.

Um die betroffenen Muskelgruppen nicht noch mehr zu belasten, solltest du schweres Krafttraining jedoch vermeiden. Übe dich zudem darin, auf die Signale deines Körpers zu hören: Vielleicht fühlst du dich nach einem Workout einige Tage lang schwach und kraftlos. Gönne dir in diesem Fall eine Pause und zwinge dich nicht dazu, mit Muskelkater zu trainieren, nur weil dein Trainingsplan es vorsieht. Sport sollte dir in erster Linie Spaß machen und kein Pflichtprogramm sein, das du abarbeiten musst.

Weitere Tipps gegen Muskelkater

Um Muskelkater zu bekämpfen, kann es helfen, die Muskeln leicht zu dehnen oder Lockerungsübungen auszuführen. Man geht davon aus, dass der Körper die angestaute Flüssigkeit in den Fasern dadurch schneller wieder ausspülen kann. Höre auch bei diesen Übungen auf deinen Körper und führe die Bewegungen nur so aus, dass sie nicht über deine Schmerzgrenze hinausgehen.

Auch eine gesunde Ernährung, bei der du deinen Körper mit allen wesentlichen Nährstoffen versorgst, ist wichtig für eine schnelle Genesung. Einige Sportler:innen schwören auf Saunabesuche und warme Bäder. Die Wärme soll dazu führen, dass die Muskeln besser durchblutet werden und sich der Genesungsprozess somit beschleunigt.

Was du auf jeden Fall vermeiden solltest, sind Massagen. Bei Muskelkater sind unsere Muskeln sehr druckempfindlich und können durch eine Massage zusätzlich beschädigt werden. Dies zögert den Heilungsprozess eher hinaus.

Weitere Tipps gegen Muskelkater findest du in diesem Artikel: Was hilft gegen Muskelkater? 5 ganz natürliche Tipps.