Rauchen ist unbestritten gesundheitsschädlich. Doch ist es vegan? Basierend auf fundierten Recherchen klären wir die Frage und stellen vegane Zigarettenmarken vor.
Ob Zigaretten vegan sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind zwei Faktoren:
- Inhaltsstoffe: Zigaretten enthalten neben Tabak oft Zusatzstoffe tierischen Ursprungs – je nach Hersteller.
- Tierversuche: Viele Hersteller testen Rauchwirkungen an Tieren.
Nicht-vegan: Diese Inhaltsstoffe in Zigaretten
Viele Marken verwenden Zusatzstoffe wie Menthol, Lakritz, Ammoniumchlorid, Schellack oder Hämoglobin. Zwei davon sind tierisch:
- Schellack als Kleber: Gewonnen aus Ausscheidungen der Lackschildlaus.
- Hämoglobin in Filtern: Blutfarbstoff aus Wirbeltieren, oft Schweineblut.
Tierversuche bei Zigaretten: Die Realität
Viele Hersteller führen Tierversuche durch, um Rauchfolgen zu erforschen. Diese werden auf Menschen übertragen, wenngleich nur approximativ. Betroffen sind Affen, Hunde, Ratten oder Mäuse: Tiere müssen Rauch stundenlang einatmen – über Wochen, Monate oder Jahre. Manche erhalten Teer auf die Haut. Die Tiere sterben meist an den Folgen und werden seziert, um "sicheres" Rauchen zu optimieren.
Vegane Zigarettenmarken
Rauchen ist nicht per se vegan, doch einige Marken verzichten laut Herstellerangaben auf tierische Stoffe und Tierversuche:
- Lorillard Tobacco: Newport, Maverick, Old Gold, Kent, True, Satin, May
- Pöschl Tabak: Pueblo, Red Bull
- Von-Eicken: Allure, Burton, Denim, Dimitrinos, Dockers, Manitou Organic, Pepe, St.Pauli
Imperial Brands (z. B. Davidoff, Gauloises, West) führt keine eigenen Tierversuche durch, behält sich aber vor, auf behördliche Anordnung zu tun. Vegan-Status unklar.
Utopia meint: Aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen raten wir dringend vom Rauchen ab. Tipps zum Aufhören: Rauchen: Entzugserscheinungen erkennen und bekämpfen. Falls Sie rauchen, wählen Sie vegane Varianten ohne Tierprodukte und -tests.