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Toxische Weiblichkeit: Ursachen, Auswirkungen und Wege zur Überwindung

Toxische Weiblichkeit beschreibt, wie weiblich gelesene Personen unter patriarchalem Druck einander schaden und Fortschritt behindern. Als Expertin für Geschlechterdynamiken erkläre ich dieses Phänomen detailliert.

Toxische Männlichkeit ist ein etablierter Begriff: Sie umfasst Verhaltensweisen, mit denen männlich gelesene Personen Macht ausüben, oft durch Gewalt und Diskriminierung. Wer männlichen Stereotypen am nächsten kommt, erzielt sozialen Aufstieg. Auch abweichende Männlichkeiten leiden darunter.

Doch was ist toxische Weiblichkeit? Ist sie das Gegenstück? Trägt sie zum Patriarchat bei? Ich beleuchte Ursprünge, Ausprägungen und Lösungsansätze basierend auf fundierten Quellen.

Beachte: Die Begriffe „Frauen*“ und „Männer*“ mit Gendersternchen beziehen sich auf soziale Konstrukte, die alle einschließen, die sich so identifizieren oder wahrgenommen werden.

Was ist toxische Weiblichkeit?

Filme wie „Duff“, „Bride Wars – Beste Feindinnen“ oder „Mean Girls“ zeigen es: Weibliche Figuren beneiden und sabotieren sich eifersüchtig. Die Protagonistin rivalisiert mit der „perfekten“ Mitschülerin – perfekt gestylt, attraktiv, erfolgreich.

Das ist toxische Weiblichkeit. Bloggerin Tavi Gevinson nannte es „Girl Hate“: Wenn eine Frau* patriarchale Erwartungen besser erfüllt, entsteht Neid und Sabotage aus Selbstzweifeln.

In patriarchalen Gesellschaften werden Frauen* sozialisiert, einander als Konkurrenz zu sehen – nicht Männer*. Gevinson: Es gibt nur „ONE cool girl, ONE funny girl, ONE smart girl“. Das sichert Männern* Vorteile und hält Frauen* unterrepräsentiert in Führungspositionen.

Aus Furcht vor Verdrängung praktizieren Frauen* oft Girl Hate statt Systemkritik. Diese Muster sind tief internalisiert, wie beim „Schlumpfine-Prinzip“ oder Figuren wie Pony Hütchen, Hermine oder Gaby.

Toxische Weiblichkeit: Genauso schädlich wie toxische Männlichkeit?

Girl Hate erhält das Patriarchat: Statt für Gleichberechtigung zu kämpfen, behindern Frauen* sich gegenseitig. Im Gegensatz zur toxischen Männlichkeit, die alle schädigt, trifft toxische Weiblichkeit vor allem Frauen* – und lässt höchstens die „intriganteste“ in männerdominierten Kreisen bestehen.

Beide sind Facetten desselben Problems: Patriarchatsreproduktion. Toxische Weiblichkeit wird teils als Unterform toxischer Männlichkeit gesehen.

Psychologische Erklärungsansätze: Woher kommt toxisches Verhalten?

Studien, zitiert von Medical News Today, belegen subtilen Wettbewerb unter Frauen*. Früher vernachlässigt, zeigen aktuelle Forschung:

  • Jüngere Frauen* konkurrieren um männliche Aufmerksamkeit für Ressourcen – fokussiert auf Jugend und Attraktivität.
  • Gevinson: Frauen* sehen einander als Rivalinnen um „den richtigen Mann*“.
  • Forscherin Joyce Benenson: Subtile Aggression (passiv-aggressiv, verbal, Blicke) schützt vor körperlicher Gewalt, bedingt durch biologische Schwangerschaftsrisiken.
  • Benenson: Frauen* empfinden andere als Statusbedrohung.

Toxische Weiblichkeit: So lösen wir uns davon

Beide Toxizitäten reproduzieren Patriarchat und diskriminieren Abweichler. Lösung: Girl Hate überwinden.

Ann Friedmanns Shine-Theory: Bündelt euch mit beeindruckenden Frauen* – „zusammen strahlt ihr heller“. Kritik von Emilia von Senger (Zeit): Bleibt in Optimierungsfallen gefangen.

Besser: bell hooks’ „Sisterhood“ – intersektionale Solidarität jenseits Klasse, Herkunft, Hautfarbe. Gemeinsam unterdrückende Strukturen bekämpfen.