Ausreichend Schlaf erhält unser Energieniveau, unterstützt die Zellfunktion und fördert gesundes Wohlbefinden. Eine aktuelle Studie in JAMA Internal Medicine zeigt zudem: Besserer Schlaf hilft, gesunde Essgewohnheiten beizubehalten. Hier die wichtigsten Erkenntnisse.
Der Zusammenhang zwischen Schlaf und Kalorienaufnahme
In dieser vierwöchigen randomisierten klinischen Studie untersuchten Forscher die Schlaf- und Ernährungsgewohnheiten von 80 Erwachsenen, die üblicherweise 6,5 Stunden oder weniger pro Nacht schliefen – eine als unzureichend geltende Menge. Nach einer zweiwöchigen Baseline-Phase erhielt die Hälfte der Gruppe eine personalisierte Schlafhygieneberatung, um die Schlafdauer auf mindestens 8,5 Stunden zu steigern. Die andere Hälfte behielt ihre gewohnten Schlafroutinen bei.
Wie Studienleiterin Esra Tasali, M.D., in einer Pressemitteilung erläutert, belegen frühere Arbeiten, dass Schlafmangel zu übermäßigem Essen und Gewichtszunahme führt. Die zentrale Frage: "Können wir durch längeren Schlaf diese negativen Effekte umkehren?"
Wichtig: Abgesehen von der Schlafberatung änderten die Teilnehmer ihren Alltag nicht – keine Diätänderungen wurden empfohlen.
Die Ergebnisse der Forscher
Die Hypothese bestätigte sich: Wer die Schlafdauer um mindestens eine Stunde verlängerte, reduzierte die Kalorienaufnahme um durchschnittlich 270 kcal pro Tag.
Dies allein durch Schlafhygieneberatung. Tasali betont: „Keine Gewichtsabnahme-Studie, doch in nur zwei Wochen zeigen die Daten eine geringere Kalorienaufnahme und negative Energiebilanz (weniger aufgenommen als verbrannt).“
Bei anhaltenden Veränderungen prognostiziert sie „klinisch bedeutsamen Gewichtsverlust“.
Das Fazit
Schlafmangel fördert Überessen – umgekehrt erleichtert mehr Schlaf eine kalorienarme Ernährung. Ein weiterer Grund, Schlafhygiene priorisieren zu lassen!