Wir messen unser Alter üblicherweise in Erdjahren, also wie oft wir die Sonne umrundet haben. Doch nicht jeder altert gleich schnell oder gleichermaßen. Alternativen wie das Stoffwechselalter berücksichtigen dies, indem sie auf quantifizierbaren Werten basieren – beim Stoffwechselalter ist das der Grundumsatz (BMR).
Eine bahnbrechende Studie von Forschern der Stanford University School of Medicine und des Buck Institute for Research on Aging schlägt eine innovative Methode vor: das Alter basierend auf dem Immunsystem. "Der Kalender sagt uns jedes Jahr, wir seien ein Jahr älter", erklärt David Furman, Ph.D., leitender Autor der Studie. "Biologisch altern Menschen jedoch unterschiedlich schnell." Er führt dies teilweise auf Veränderungen der Immunfunktion zurück, die mit der Zeit nachlässt.
Die "Uhr" des Immunsystems verstehen
Um die Immunuhr der Forscher zu begreifen, werfen wir einen Blick auf Entzündungen und Immunantwort. Akute Entzündungen sind essenziell für eine gesunde Abwehr – chronische hingegen problematisch. Die Studie maß genau die Mechanismen, die Entzündungen regulieren.
Furman leitet das 1000-Immunomes-Projekt von Stanford, die weltweit größte Längsschnittstudie zu Immunologie und Altern. Aus Daten von 2009 bis 2016 – Blutproben von über 1.000 Personen im Alter von 8 bis 96 Jahren – sowie Deep-Learning entstand iAge, die entzündliche Immunuhr. 50 Zytokine, Immunsignalproteine, prognostizierten das Entzündungsalter am besten. Besonders CXCL9, verbunden mit Herzgesundheit, war entscheidend.
Ihr Immunsystem jetzt und langfristig stärken
Egal ob jung oder alt: Ein starkes Immunsystem – angeborenes und adaptives – ist priorisiert. Gesunde Lebensweisen und evidenzbasierte Ergänzungen fördern Immunzellen und Resilienz im Alter.*
Vier einfache, wirkungsvolle Maßnahmen: ausreichend Schlaf, tägliche Bewegung, Stressreduktion und Händewaschen. Diese gehen über Immununterstützung hinaus. In der Ernährung helfen zink-, Vitamin-C- und Quercetin-reiche Lebensmittel für robuste Abwehrkräfte.*
Mehr zu starkem Immunsystem? Tipps von Ashley Jordan Ferira, Ph.D., RDN, Direktorin für wissenschaftliche Angelegenheiten bei mbg.