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Familienkonflikte zu COVID-Maßnahmen in den Feiertagen meistern: Experten-Tipps

Die Feiertage dieses Jahres können herausfordernd werden, wenn Familienmitglieder unterschiedliche Ansichten zu sicheren Verhaltensweisen inmitten der COVID-19-Pandemie haben. Ihre Gesundheit und Sicherheit stehen im Vordergrund – doch emotionale Bindungen und der Wunsch, zu Hause zu sein, machen es schwer, klare Grenzen zu ziehen.

Um diese neue Urlaubsnorm zu navigieren, haben wir erfahrene Familientherapeuten befragt. Sie teilen bewährte Strategien, um familiäre Spannungen über die Feiertage professionell zu managen.

Was tun, wenn Ihre Familie COVID nicht ernst nimmt?

Es ist verständlich, dass Sie sich ängstlich und machtlos fühlen, wenn Ihre Familie Sicherheitsmaßnahmen ignoriert. „Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie kontrollieren können: Ihr eigenes Verhalten und Ihre Entscheidungen“, rät Therapeutin Jennie Marie Battistin, M.A., LMFT, in unserem Gespräch.

Sie gewinnen inneren Frieden, indem Sie akzeptieren, dass Sie die Wahl anderer nicht beeinflussen können. Ehe- und Familientherapeutin Lisa Marie Bobby, LMFT, BCC, empfiehlt Perspektivwechsel wie diese:

  • Anstatt zu denken: Wenn sie sich nur zwei Wochen vor Thanksgiving in Quarantäne begeben würden, könnten wir alle zusammen sein.
  • Denken Sie stattdessen: Meine Familienmitglieder priorisieren ihre täglichen Aktivitäten vor einem traditionellen Thanksgiving. Sie haben das Recht darauf – und ich habe das Recht, mich vor unsicheren Treffen zu schützen.
  • Anstatt zu denken: Mein Vater sollte eine Maske tragen, weil er krank wird und dann Mutter...
  • Denken Sie stattdessen: Meine Eltern sind erwachsene Menschen, die ihr Risiko selbst einschätzen – genau wie ich.

Obwohl erste Gedanken natürlich sind, bringen diese Reflexionen sofort Ruhe und Stärke, um sich auf Ihre Gesundheit zu fokussieren, betont Bobby: „Überlassen Sie anderen dasselbe.“

Grenzen in der Familie klar setzen

Viele verbringen Weihnachten allein – Sie sind nicht isoliert. „Gegen Schuldgefühle helfen feste Grenzen: Es ist inakzeptabel, mich damit zu manipulieren, so wie ich Ihre Ansichten respektiere“, sagt Battistin.

Grenzen sollten klar, bestimmt und mit Liebe formuliert werden. Ein Beispiel:

  • Ich liebe dich und bedauere unsere unterschiedlichen Ansichten zu Feiertagsvorkehrungen. Jeder tut, was er für richtig hält. Für mich brauche ich [Ihre Anforderungen], um mich sicher zu fühlen. Ich kann nicht teilnehmen, freue mich aber auf Video-Calls zu Geschenken oder Essen.

Falls Sie bereits vor Ort sind und sich unwohl fühlen: Gehen Sie. Teilen Sie mit: „Ich fühle mich unsicher durch fehlende Maßnahmen und freue mich auf das nächste Mal.“ Immer mit Liebe, ohne Vorwürfe, rät Battistin.

Tipps für sichere Teilnahme

Entscheiden Sie sich für ein Treffen? Schlagen Sie risikominimierende Alternativen vor, wie von Battistin empfohlen:

  • Nutzen Sie eine Außenheizung für Outdoor-Treffen.
  • Halten Sie Abstand und tragen Sie Masken.
  • Sagen Sie klar: „Umarmungen oder enger Kontakt fühlen sich für mich unangenehm.“
  • Bringen Sie eigenes Essen, Getränke und Besteck mit.

Auch vor Ort können Sie Aktivitäten ablehnen, die sich falsch anfühlen. Verwenden Sie die Grenzsprache: bestimmt, klar und liebevoll.

Zum Abschluss

Drücken Sie Bedenken liebevoll aus und lehnen Sie ab, wenn keine Kompromisse möglich sind. „Ihre Familie erlebt dann die Konsequenzen: kein persönliches Treffen“, erklärt Bobby. Planen Sie Alternativen, die zu Ihnen passen.

Bei Teilnahme: Setzen Sie Grenzen für Wohlbefinden. Üben Sie Akzeptanz, um friedlich zu genießen.