Paare, die zusammenleben, teilen oft Einkäufe, Kochrezepte, Sportroutinen und Alltagsgewohnheiten. Es ist daher naheliegend, dass sie ähnliche Lebensstile entwickeln – positiv wie negativ.
Eine aktuelle Studie im JAMA Network Open zeigt: Paare übernehmen auch Gesundheitsgewohnheiten, inklusive ungesunder. Wenn ein Partner riskante Verhaltensweisen hat, folgt oft der andere.
Ungesunde Gewohnheiten werden gemeinsam
Forscher des Brigham and Women's Hospital analysierten über 5.000 Paare anhand der "Life's Simple 7" (LS7) der American Heart Association. Diese umfassen sieben Kardio-Risikofaktoren: Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker, Aktivität, Ernährung, Gewicht und Rauchen. Die Teilnehmer wurden in "ideal", "mittel" oder "schlecht" eingestuft und bekamen eine Gesamtpunktzahl für die Herzgesundheit.
Fragebögen, Untersuchungen und Labortests ergaben: Über die Hälfte der Teilnehmer lag ideal bei Rauchen, Cholesterin und Blutzucker. Doch mehr als ein Viertel schnitt bei Gewicht, körperlicher Aktivität und Herzgesundheit schlecht – nur 12 % erreichten Idealwerte letzterer.
Im Paarvergleich stimmten mehr als die Hälfte in allen sieben LS7-Faktoren überein. Bei 79 % der Paare war die Herzgesundheit "nicht ideal".
Die größten Risiken: Schlechte Ernährung und Bewegungsmangel, die Paare häufig teilen.
"Wir kennen Risikofaktoren für Individuen, weniger für Paare", erklärt Lead-Autorin Samia Mora, M.D., MHS, in einer Pressemitteilung. "Gemeinsame Faktoren waren erwartet, doch dass über 79 % nicht ideal abschnitten, überraschte uns."
Wie Paare sich gegenseitig gesünder machen
Positiv: Wenn ein Partner raucht aufhört, die Ernährung verbessert oder mehr bewegt, folgt oft der andere. Familiäre Unterstützung ist entscheidend für nachhaltige Veränderungen.
Bei Paaren wirkt gemeinsames Handeln noch stärker. Ihre guten Gewohnheiten motivieren, schlechte können angesteckt werden. Starten Sie zusammen – es schützt beide.
"Das Wohlbefinden des Partners wirkt sich immer auf Ihr eigenes aus – körperlich, emotional, spirituell", betont Psychologin Margaret Paul, Ph.D.
Reden Sie offen, setzen Sie gemeinsame Ziele: Nährstoffreiche Mahlzeiten kochen, abends spazieren gehen.
"Überlegen Sie, wie Ihr Verhalten die Gesundheit naher Menschen beeinflusst", rät Mora. "Eigene Verbesserungen helfen allen."