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Erste psychische Belastungen? Ein Neurowissenschaftler erklärt die Ursachen

Fühlen Sie sich in letzter Zeit nicht ganz wie Sie selbst? Vielleicht sind Sie unruhig, nervös und von besorgniserregenden Gedanken geplagt. Oder Sie fühlen sich erschöpft, desinteressiert und isoliert. Was steckt dahinter – nur ein paar schlechte Tage oder etwas Ernsteres?

Möglicherweise leiden Sie unter psychischen Problemen.

Wenn diese Symptome Ihr tägliches Leben beeinträchtigen – Ihren Schlaf stören, Sie bei der Arbeit behindern oder Hoffnungslosigkeit auslösen –, sollten Sie Angststörungen oder Depressionen in Betracht ziehen (oder beides, da sie häufig koexistieren).

Auch wenn Sie bisher geistig gesund waren, können die Belastungen der Pandemie, finanzielle Sorgen und Isolation neue Herausforderungen schaffen. Sie sind nicht allein: Eine Umfrage aus 2020 zeigte, dass 56 % der Amerikaner angaben, dass Pandemie-bedingter Stress ihre mentale Gesundheit negativ beeinflusste.

Warum erleben so viele erstmals psychische Probleme?

Jeder von uns verfügt über eine 'Gehirnreserve', wie ich sie als Neurowissenschaftler nenne. Sie ist das Pufferpolster der Gehirnfunktion, das uns resilient gegen Lebensherausforderungen macht. Je höher die Reserve, desto belastbarer sind Sie. Hier eine Grafik, die das verdeutlicht:

Ihre Alltagsgewohnheiten bauen diese Reserve entweder auf oder verzehren sie. Wenn Sie trotz gesunder Routine pandemiebedingte Gewohnheiten wie übermäßigen Alkoholkonsum, Rauchen oder endlose Serien-Marathons übernommen haben, könnte Ihre Reserve geschrumpft sein.

Höherer Stress + geringere Gehirnreserve = Probleme.

Was können Sie tun?

Bei ersten Problemen suchen Sie bitte professionelle Hilfe auf. Lassen Sie Medikamente jedoch nicht die erste und einzige Option sein.

Gewohnheiten, die die Gehirnreserve stärken, können Ihre mentale Gesundheit nachhaltig verbessern. Das ist individuell, doch ich empfehle, positive Gedanken zu kultivieren, um Wohlfühl-Neurotransmitter freizusetzen. Ergänzen Sie mit ausreichend Flüssigkeit, gutem Schlaf, Bewegung und nährstoffreicher Ernährung.