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Neue Studie: Regelmäßiges Aerobic-Training als effektives Rezept für Gehirngesundheit und Alzheimer-Prävention

Umfangreiche Forschungen belegen, dass eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Naturkontakt die Gehirngesundheit schützen. Trotz dieser Erkenntnisse bleibt die Alzheimer-Krankheit (AD) unheilbar. Eine aktuelle Studie deutet jedoch darauf hin, dass verschriebenes Aerobic-Training eine vielversprechende Therapieoption darstellen könnte.

Eine im Fachjournal Brain Plasticity publizierte Untersuchung zeigt: Regelmäßiges Aerobic-Training verbessert nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch kognitive Leistungen – und könnte so vor AD schützen.

Die Wissenschaftler untersuchten 23 Erwachsene mit familiärer AD-Belastung, die zuvor ein inaktives Leben führten. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt, um die Effekte des Trainings zu prüfen.

Eine Gruppe wurde zu einem aktiven Lebensstil ermutigt, ohne zusätzliche Kontrolle. Die andere absolvierte sechs Monate lang dreimal wöchentlich moderat intensives Laufbandtraining mit persönlicher Betreuung.

Die moderate Intensität und die Frequenz machten das Programm nachhaltig. Nach der Trainingszeit reduzierte die Interventionsgruppe Sitzzeiten spürbar und steigerte ihre kardiorespiratorische Fitness (CRF) – die Fähigkeit, bei längerer Belastung mit Sauerstoff versorgt zu bleiben.

Noch beeindruckender: Die kognitiven Funktionen wie Planung, Aufmerksamkeitsfokus, Gedächtnis für Anweisungen und Multitasking verbesserten sich signifikant.

Diese Gehirneffekte korrelieren eng mit der CRF-Steigerung: Bessere Fitness ging mit höherem Glukosestoffwechsel im hinteren cingulären Cortex einher – einer AD-relevanten Hirnregion.

„Diese Ergebnisse unterstreichen, dass regelmäßiges Aerobic-Training Gehirnfunktionen stärken kann, die bei AD besonders gefährdet sind“, erklärt Leitforscher Ozioma C. Okonkwo, Ph.D.

Die Studie ist besonders relevant für AD-Risikogruppen, bedarf aber einer Replikation in größeren Kohorten. „Bei Bestätigung könnte dies die Lebensqualität im Alter revolutionieren – mit mehr Unabhängigkeit, sozialer Teilhabe und bleibenden Erinnerungen“, betont Erstautor Max Gaitán, MEd.