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Studie aus Finnland: Zinkpastillen wirken bei Erkältungen nicht besser als Placebo

Die Erkältungs- und Grippesaison steht bevor, und viele greifen zu bewährten Mitteln wie Zinkpastillen. Doch eine neue finnische Studie wirft Zweifel an ihrer Wirksamkeit auf. Die Lutschtabletten verkürzten die Erkältungsdauer nicht signifikant.

Die Forscher testeten das Mittel an Angestellten der Stadt Helsinki. Jeder Teilnehmer erhielt entweder Zink- oder Placebolutschtabletten und begann bei ersten Symptomen mit der Einnahme – sechs Tabletten täglich über fünf Tage. Von den Teilnehmern erkrankten 88 an einer Erkältung.

Im Verlauf der fünf Tage zeigte sich kein Unterschied in der Genesung zwischen Zink- und Placebogruppe. Überraschend erholte sich die Placebogruppe sogar etwas schneller.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Zinkpräparate nicht so hilfreich sind, wie lange geglaubt. Dennoch raten die Experten nicht von einem negativen Effekt ab. Normale Lutschtabletten lindern weiterhin effektiv Halsschmerzen und -reizungen bei Erkältungen.

Forscher Harri Hemilä, M.D., plant weitere Untersuchungen: „Zukünftige Studien sollten höhere Zinkdosen, langsamer auflösende Tabletten und eine Behandlungsdauer über fünf Tage testen. Erst dann können wir die wirksamen Eigenschaften präzise definieren.“

Trotz dieser Erkenntnisse gibt es zahlreiche natürliche Alternativen zur Linderung von Erkältungssymptomen in diesem Winter.