Es klingt banal, doch es gibt einen klaren Unterschied zwischen echtem Hunger und bloßen Gelüsten – etwa durch Langeweile, Dehydration oder Stresshormone (dazu später mehr).
Wir wissen das theoretisch, greifen aber oft reflexartig zu Keksen oder Crackern. Wie brechen wir aus diesem Kreislauf des ständigen Snacken aus?
Die Ernährungspsychiaterin Georgia Ede, M.D., kennt die Antwort. Als Expertin betont sie: Der erste Schritt zur Kontrolle ist, Hunger von Verlangen zu unterscheiden. So erkennen Sie, ob Ihr Körper wirklich einen Snack braucht.
Es dreht sich alles um Insulin – und Junk Food ist der Auslöser
Nach Ede verursachen Blutzuckerspitzen und Stresshormone das Gefühl, ständig essen zu müssen. Schuld daran: stark verarbeitete Lebensmittel.
Verzehren Sie zuckerreiche, verarbeitete Produkte, schießt der Blutzucker hoch. Insulin reagiert, um ihn schnell zu senken.
„Wenn Insulin den Blutzucker zu rasch absenkt, signalisiert das dem Körper einen Notfall. Der Blutzucker darf nicht auf Null fallen – das wäre fatal. Deshalb setzt der Körper Stresshormone frei, um gegenzusteuern“, erklärt Ede im mindbodygreen-Podcast.
Diese Hormone treiben den unstillbaren Heißhunger an – der Einstieg in die Achterbahn aus falschem Hunger und Junk Food.
Was hilft dagegen?
Am effektivsten, rät Ede, verarbeitete Snacks komplett zu meiden. Schon der Verzicht auf raffinierten Zucker bremst Gelüste. Für optimale Ergebnisse empfiehlt sie eine kohlenhydratarme Ernährung.
„Bei ketogener oder kohlenhydratarmer Ernährung fühlen sich viele seltener hungrig. Und der Hunger ist milder, erträglicher“, sagt Ede.
Wählen Sie ganze, fettreiche Lebensmittel – sie halten länger satt, ohne extreme Heißhungerattacken wie „Ich könnte den Stuhl essen“. Das erfordert Vorbereitung, lohnt sich aber: stabiler Insulinspiegel und mehr Energie.
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