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Stress und Gewichtszunahme: Die Rolle von Cortisol und bewährte Strategien zur Bekämpfung

Bei der Verfolgung Ihrer Gewichts- und Fitnessziele optimieren Sie vielleicht Ihre Ernährung in der Küche und Ihr Training im Studio. Makronährstoffe sind perfekt ausbalanciert, Cardio und Krafttraining konsistent – doch die erhofften Fortschritte bleiben aus. Was steckt dahinter?

Viele Faktoren können eine Rolle spielen, doch Stress ist ein häufiger Übeltäter. Als erfahrene Ernährungswissenschaftlerin und Fitness-Expertin erkläre ich die Zusammenhänge – basierend auf Erkenntnissen von Spezialistinnen wie Michelle Routhenstein von Entirely Nourished – und gebe praxisnahe Tipps, um Stresspegel zu senken und Ihr Gewicht zu kontrollieren.

Die Rolle von Cortisol

Gefühl von Erschöpfung oder Überforderung löst die Ausschüttung von Cortisol aus, dem Stresshormon, das unsere 'Kampf-oder-Flucht'-Reaktion unterstützt. Es versorgt den Körper mit Energie für Bedrohungen und hält uns motiviert.

Chronisch erhöhte Cortisolwerte – typisch in unserer 'Always-on'-Kultur – hängen laut Michelle Routhenstein mit erhöhtem Fettansatz, besonders am Bauch, zusammen. Cortisol steigert das Verlangen nach zuckerreichen Kohlenhydraten als schneller Energiequelle.

Einfache Kohlenhydrate sind bei einem Marathon hilfreich, doch bei Stress durch Termindruck führen sie oft zu ungewollter Zunahme.

Sogar ohne Überessen kann chronisches Cortisol die Taille vergrößern, betont Psychotherapeutin Eliza Kingsford, Autorin von 'Brain-Powered Weight Loss'. Cortisol mobilisiert Glukose aus Speichern für den Körper. Bei anhaltendem Stress wird überschüssige Glukose durch Insulin gespeichert – ein Kreislauf, der zu Gewichtszunahme führt.

Der frustrierende Stresskreislauf

Dieser Zyklus frustriert, besonders wenn Kalorienzählen und Training trotz allem scheitern. 'Chronisch hohes Cortisol verhindert Gewichtsverlust durch Sport oder Diät', warnt Kingsford. Perfekte Ernährung und Bewegung nützen nichts, wenn Stress zunimmt – was zu weiterem Frust und Heißhunger führt.

Stress kann auch Appetit dämpfen via Corticotropin, was kurzfristig Gewichtsverlust bringt. Langfristig schadet das Kaloriendefizit jedoch dem Stoffwechsel, warnt Routhenstein, und begünstigt spätere Zunahme.

Effektive Entspannungsstrategien

Die gute Nachricht: Sie können den Kreislauf durchbrechen. 'Bewusstsein für Stress ist der erste Schritt', rät Routhenstein. Erkennen Sie Auslöser und Verhaltensweisen wie Heißhunger frühzeitig.

Testen Sie Methoden individuell: Yoga, Meditation oder intensives HIIT lösen Cortisol bei vielen auf. Mehr lesen: 5-Posen-Yoga-Fix für besseren Schlaf

Schlafoptimierung und Naturspaziergänge senken Cortisol nachweislich langfristig, wie Studien zeigen, betont Kingsford.

Kleine Routinen wirken Wunder: Personal Trainerin Stephanie Lincoln vom Fire Team Whiskey vermeidet morgens bis zur Arbeit Handy und Laptop. 'Das gibt 1,5 Stunden ohne E-Mails – Zeit zum Atmen und Mitsingen im Radio.' Prävention ist einfacher als Krisenbewältigung.

Auch ohne aktuellen Stress: Bauen Sie Gewohnheiten auf, um langfristig fit zu bleiben.