Cannabidiol, kurz CBD, wird oft als vielseitiges Hilfsmittel gefeiert. Es verspricht Linderung bei Angstzuständen, besseren Schlaf, Entzündungshemmung und Unterstützung der Muskelregeneration nach dem Training – und scheint vielen zu helfen.
Im Unterschied zu THC, dem psychoaktiven Bestandteil des Cannabis, ist CBD nicht berauschend. Es wird aus der Hanfpflanze gewonnen und in vielfältigen Formen angeboten: als Pillen, Cremes, Sprays, Öle oder sogar Proteinpulver. Viele Produkte werben mit Schmerzlinderung und Reduktion von Muskelschmerzen. Aber hält der Hype um CBD im Fitnesskontext stand?
Möglicherweise.
Die breite Verwendung ist noch relativ neu, weshalb seriöse Studien speziell zu CBD und Trainingserholung fehlen. Die verfügbaren Berichte basieren auf persönlichen Erfahrungen, und die Meinungen in der medizinischen Fachwelt gehen auseinander.
Gegen Stress und Angst
Falls Konzentration in Yoga oder bei anderen Einheiten schwerfällt oder Stress Ihre Routine stört, kann CBD helfen, Angst zu mindern. Ohne diese Belastung steigert sich die Fokussierung – und damit potenziell Ihre Trainingserfolge.
Dr. Jordan Tishler, Harvard-ausgebildeter Arzt und Cannabis-Experte, rät: Wer Erholung nach dem Training sucht, könnte mit THC sogar besser fahren. „CBD entzündungshemmend wirkt erst in hohen Dosen ab 300 mg täglich. Es lindert Schmerzen und fördert die Regeneration, erfordert aber hohe Dosierungen“, erklärt er. „Bei der Nutzung von Cannabis für Fitness oder Recovery muss man die Dosierung von CBD genau kennen.“
Ist es legal?
Nicht überall. Auch in Staaten ohne Legalisierung von medizinischem oder Freizeit-Cannabis ist CBD oft erlaubt – prüfen Sie lokale Regelungen. Lesen Sie immer die Inhaltsstoffe: Viele Produkte enthalten CBD-Mischungen mit THC, was Legalität und Wirkung erschwert.
Gesetze ändern sich rasch. Kürzlich brachte ein parteiübergreifender Senatsentwurf eine bundesweite Legalisierung von Hanf und Derivaten voran.
Das Fazit
Bei der Probe: Überdosierung ist unmöglich, toxische Effekte unbekannt. Wie bei allen Supplements variieren Wirkungen individuell. Starten Sie niedrigdosiert, hören Sie auf Ihren Körper und konsultieren Sie einen Arzt – besonders bei anderen Medikamenten.
Mehr Forschung zu CBD steht bevor. Bleiben Sie informiert.