Dijon-Senf zählt zu den edelsten Senfsorten weltweit. Seit dem 13. Jahrhundert wird er in der namensgebenden Stadt Dijon hergestellt. Als Experte für französische Feinkost teile ich mit Ihnen fundierte Einblicke in diesen pikanten Tafelsenf.
Dijon-Senf: Was macht ihn einzigartig?
Obwohl „Dijon-Senf“ keine geschützte Herkunftsbezeichnung ist, steht der Name für ein spezielles Herstellungsverfahren und hochwertige Zutaten. Dieser feine Burgundersenf überzeugt durch intensive Schärfe und Aroma – dank brauner und schwarzer Senfsaaten, die deutlich schärfer als helle Varianten sind. Die Schärfe entsteht durch Senföl beim Mahlen.
Entscheidend sind weitere Schritte: Die Körner werden nicht entölt, um die Schärfe zu erhalten, und die Schalen entfernt, was die typische helle Farbe ergibt. Statt Essig sorgt Verjus, der Saft unreifer Trauben, für die frische Säure.
Die traditionelle Herstellung von Dijon-Senf
Die Basis bilden braune und schwarze Senfkörner, Verjus, Wasser, Salz und Gewürze. Nach Reinigung quellen die Körner mit Wasser, Verjus und Gewürzen an. Im zweiten Schritt erfolgt das feine Mahlen – für maximales Aroma.
Danach trennt eine Siebschleuder (Tamiseuse) die Schalen: Grobe Teile bleiben im Sieb, feine Kerne fliegen heraus. Maximal zwei Prozent Schalenanteil sind für echten Dijon-Senf erlaubt.
Tipp: Senf selbst zu Hause herstellen ist einfach und lohnenswert.
Ideale Einsatzmöglichkeiten für Dijon-Senf
Durch seinen kräftigen Geschmack eignet er sich hervorragend für Saucen, Marinaden und Dressings – essenziell für klassische Mayonnaise.
In Frankreich verfeinert er Salate, Fleisch-, Fischgerichte oder Gemüse, oft mit Estragon. Perfekt auch für Suppen oder eine scharfe Spargelsauce. Dank unentölter Körner enthält er mehr Fette, hitzebeständig und ideal zum Kochen oder Braten.
Dijon-Senf kaufen: Unsere Kaufempfehlungen
Als Bestseller finden Sie Dijon-Senf in jedem gut sortierten Supermarkt. Maille gilt als Original seit über 250 Jahren, nun Teil von Unilever. Traditionelle Fabriken in Frankreich existieren kaum noch. Deutsches Pendant: „Düsseldorfer Löwensenf“.
Achten Sie auf die Bezeichnung „Dijon-Senf“, nicht nur „nach Dijon-Art“, für traditionelle Qualität. Variationen wie grobkörnig oder gewürzt sind ebenfalls empfehlenswert.
Wählen Sie Bio-Qualität für Gesundheit und Nachhaltigkeit – von Marken wie Alnatura, Bioland, Byodo, biozentrale oder Arche.