Matcha-Kuchen und Desserts mit dem feinen grünen Teepulver sind in Japan ein Hit. Als passionierte Köche mit langjähriger Erfahrung in der asiatischen Küche zeigen wir Ihnen, wie Sie den beliebten Matcha-Castella professionell zu Hause backen.
Japan begeistert nicht nur mit Ramen-Rezepten oder Sushi – auch seine Süßigkeiten erobern den Westen. Viele davon enthalten Matchapulver aus gemahlenen Teeblättern, das Kuchen, Getränken und Eis einen herben, intensiven Geschmack verleiht. Im Gegensatz zu deutschen Klassikern sind japanische Desserts oft leichter und weniger süß.
Der Matcha-Castella, ein japanischer Sponge Cake (Schwammkuchen), ist besonders gefragt. Portugiesische Seefahrer brachten ihn im 16. Jahrhundert als "Bolo de Castela" (Kuchen aus Kastilien) nach Japan. In der abgeschotteten Edo-Ära wurde er zur Spezialität Nagasakis.
Dieser Kuchen überzeugt durch seine luftige, fluffige Textur. Servieren Sie ihn mit Sahne, veganem Sahne-Ersatz oder frischem Obst.
Mit unserem bewährten Rezept holen Sie die japanische Café-Kultur nach Hause – einfach, mit wenigen Zutaten und garantiert gelungen.
Japanischer Matcha-Castella: Das Rezept
Verwenden Sie eine Kastenform für das optimale Ergebnis.
Zutaten für den Matcha-Castella (ca. 8 Portionen):
- 100 g Weizenmehl (Typ 812 für perfekte Konsistenz, alternativ Typ 550)
- 1 1/2 EL hochwertiges Matchapulver (für intensive Farbe und Aroma)
- 1 EL warmes Wasser
- 2 EL Honig, z. B. Waldhonig (Alternativ: Ahornsirup)
- 4 Bio-Eier
- 100 g Zucker
Zubereitungsschritte:
- Mehl und Matchapulver mehrmals sieben, für extra feine Textur.
- Honig mit heißem Wasser verrühren, bis er sich vollständig auflöst.
- Topf mit Wasser aufkochen, dann Hitzequelle ausschalten.
- Eier in Schüssel schlagen, über dem Topf auf Körpertemperatur erwärmen.
- Auf niedriger Stufe mit Handmixer rühren, weiterwärmend.
- Zucker einrühren, 5 Minuten auf höchster Stufe schlagen – für Luftigkeit.
- Vom Topf nehmen, bis seidig-glatt rühren.
- Honigwasser unterrühren.
- Mehl-Matcha-Mischung portionsweise vorsichtig unterheben.
- Zwei Backpapierblätter vorbereiten: Eins zerknittern und auslegen, zweites darüber. So bleibt der Rand geschützt.
- Teig einfüllen, mit Holzstäbchen Blasen aufstechen.
- Ofen auf 180 °C vorheizen, 10 Minuten backen.
- Auf unterste Schiene stellen, 30 Minuten bei 150 °C backen.
- Ofen ausschalten, 5 Minuten nachgaren lassen.
- Aus der Form lösen, auf Gitter abkühlen. In Bienenwachstuch wickeln, über Nacht kühlen – Geschmack entfaltet sich voll.