Mit selbstgemachtem Liebstöckel-Salz verleihen Sie Suppen, Eintöpfen und Gemüsegerichten einen intensiven, natürlichen Würzgeschmack. Als erfahrener Kräuterexperte zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie dieses gesunde Maggikraut-Würzsalz mit nur zwei Zutaten zubereiten.
Die dunkelgrünen, fleischigen Blätter des Liebstöckels – auch Maggikraut, Lavas oder Luststock genannt – sorgen für einen markanten, würzigen Aroma in der Küche. Die enthaltenen ätherischen Öle fördern zudem die Verdauung. Der Duft erinnert an Maggiwürze, weshalb der Name Maggikraut entstand. Im Unterschied zu fertigen Würzmitteln wie Maggi verzichtet Liebstöckel-Salz auf künstliche Aromen und Geschmacksverstärker – eine reine, nachhaltige Alternative.
Perfekt, um den Geschmack des Maggikrauts für den Winter zu konservieren. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zur Herstellung Ihres eigenen Liebstöckel-Salzes.
Liebstöckel-Salz selbst machen: Richtig ernten
Die richtige Erntezeit maximiert den Aromagehalt dieses Wunderkrauts. In vielen Gärten erreicht Liebstöckel Anfang Mai eine stattliche Größe – ideal, um es für den Winter vorzubereiten.
Optimaler Erntezeitpunkt:
Während der gesamten Saison von Frühling bis Herbst können Sie frische Blätter laufend ernten. Für Liebstöckel-Salz eignet sich der Zeitraum vor der Blüte, zwischen Mai und Juni am besten. Dann ist die Pflanze voll ausgereift, ohne Energie in Blüten und Samen zu investieren. Nach trockenen Tagen erreichen die ätherischen Öle ihren Höhepunkt – perfekt zum Trocknen.
Erntetipps:
- Schneiden Sie die Zweige vormittags ab, sobald der Tau getrocknet ist, mit scharfem Messer oder Schere.
- Ernten Sie unmittelbar vor der Verwendung.
- Meist muss Liebstöckel nicht gewaschen werden, da die Blätter die Erde nicht berühren.
Liebstöckel-Blätter richtig trocknen
Vor der Salzherstellung trocknen Sie die Blätter sorgfältig:
- Zupfen Sie einwandfreie Blätter ohne braune Stellen von den Stielen.
- Breiten Sie sie locker auf einem Backblech oder Tablett aus.
- Bei größeren Mengen eignet sich ein altes Leintuch.
- Lagern Sie an einem dunklen, luftigen Ort wie Dachboden oder Keller.
- Mischen Sie täglich um, bis sie vollständig trocken sind.
- Trocken sind sie, wenn sie rascheln.
Warnung vor Bündelung:
Im Gegensatz zu anderen Kräutern sollten Sie Liebstöckel nicht zu Bündeln binden und kopfüber hängen. Die fleischigen Blätter und wasserreichen Stiele führen Feuchtigkeit lange zu – Trocknungszeit verlängert sich, Schimmel droht. Trocknen Sie liegend!
Liebstöckel-Salz herstellen
Für das Zerkleinern nutzen Sie einen Universalzerkleinerer, eine Kaffeemühle oder einen Mörser.
- Mahlen Sie die Blätter zu feinem Pulver – am besten in der Kaffeemühle.
- Wiegen Sie das Pulver ab.
- Mischen Sie es mit der zehnfachen Menge Salz (z. B. 20 g Pulver + 200 g Salz).
- Vermengen Sie gründlich.
Tipp: Lagern Sie reines Pulver luftdicht, mischen Sie portionsweise. Reicht 3–6 Monate.
Haltbarkeit: Mindestens ein Jahr trocken und luftdicht gelagert.
Verwendung des Liebstöckel-Salzes
Vielfältig einsetzbar für:
- Gemüsebrühe
- Minestrone
- Gemüsesuppe
- Gemüseeintopf
- gedünstetes Gemüse
- mariniertes Grillgemüse
- Ofengemüse
- Gemüseauflauf
- Kartoffelauflauf
- Omelett