Die 24-Stunden-Diät verspricht raschen Gewichtsverlust. Doch wie nachhaltig und gesund ist sie wirklich? Als Ernährungsexperten analysieren wir Vor- und Nachteile basierend auf Studien und Fachwissen.
Ernährungscoach Achim Sam und Prof. Dr. Michael Hamm haben die 24-Stunden-Diät entwickelt. Sie ermöglicht bis zu zwei Kilo Abnahme in 24 Stunden, indem Kohlenhydratspeicher geleert und Fettverbrennung angeregt werden. Kombiniert mit Sport und proteinreicher Ernährung soll der Jo-Jo-Effekt vermieden werden. Eine Studie der Uni Freiburg aus dem Jahr 2011 wies erste Erfolge nach.
Was ist die 24-Stunden-Diät?
Die Diät umfasst mehr als einen Tag.
Tag 1: Vorbereitung
- Intensives Sportprogramm, idealerweise Ausdauersport, um Kohlenhydratspeicher zu leeren.
- Zwei Stunden vor dem Sport nichts essen.
- Nach dem Sport ein eiweißreiches Abendessen.
- Sieben Stunden Schlaf.
Tag 2: Diät-Tag
- Frauen: Maximal 800 Kalorien.
- Männer: Maximal 1000 Kalorien.
- Frühstück: Eiweißreich.
- Zwei Stunden Sport.
- Mittag- und Abendessen proteinhaltig.
- Zwischen Mahlzeiten 4 Stunden fasten.
- 2,5 Liter Wasser trinken.
Empfohlen: Fisch, Fleisch, Milchprodukte – oder pflanzliche Alternativen. Die proteinbetonte Ausrichtung ähnelt der ketogenen Ernährung. Die Diät ist kein Dauerzustand, sondern kann laut Erfindern einmal wöchentlich wiederholt werden, für langfristigen Erfolg.
Kritik an der 24-Stunden-Diät
Crashdiäten wie diese werden kritisiert, da sie oft über Wasserverlust und Muskelabbau abnehmen lassen und den Stoffwechsel stören – was den Jo-Jo-Effekt begünstigt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt vor Nährstoffmangel.
Die Erfinder kontern: Protein und Sport verhindern genau diese Risiken. Ein Plus: Kein Hungergefühl. Dennoch ist sie keine Dauerlösung – kalorienarme Monodiäten schaden langfristig. Für Untrainierte kann die Sportbelastung zu intensiv sein.
Wie bei den meisten Diäten gilt: Ernährungsumstellung ist besser
Schnelles Abnehmen in 24 Stunden klingt verlockend, hält aber nicht an. Besser: Ausgewogene Ernährung und regelmäßiger Sport für nachhaltige Gesundheit.
Fleisch- und Milchlastige Diäten belasten zudem das Klima: Tierische Produkte verursachen rund 60 Prozent der ernährungsbedingten Emissionen. Konsumieren Sie sie mäßig und wählen Sie Bio-Siegel wie Demeter, Naturland oder Bioland.