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Quitten roh essen: Sicherheit, Sorten und wichtige Tipps

Quitten sind vor allem als Basis für aromatische Marmelade beliebt. Bestimmte Sorten eignen sich jedoch auch zum rohen Verzehr. Als Obstexperten teilen wir hier praxisnahe Tipps für sicheren Genuss.

Die Quitte hat in Deutschland von Oktober bis November Saison. Quittenmarmelade ist besonders geschätzt, da Zucker den bitteren, sauren Eigengeschmack mildert. Aus Erfahrung wissen wir: Das Fruchtfleisch ist hart und holzig – roh zu essen ist daher unüblich.

Der bittere Geschmack signalisiert in der Natur oft Giftigkeit. Tatsächlich enthalten die Kerne roher Quitten Blausäure. Bei Beschädigung wird sie freigesetzt – bereits 1 bis 2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht können tödlich sein. Eine so hohe Dosis durch Quitten ist jedoch fast unmöglich, es sei denn, Sie zerkauen die Kerne. Schneiden Sie das Kerngehäuse großzügig heraus und zerkleinern Sie die Kerne beim Kochen nicht, sondern sieben Sie sie unversehrt ab.

Heimische Quittensorten sind roh ungenießbar

Das Fruchtfleisch selbst ist roh und gekocht ungiftig. Weltweit gibt es über 200 Quittensorten. Unsere heimischen Varianten schmecken roh extrem bitter durch hohen Gerbstoffgehalt. Diese verursachen ein pelziges Mundgefühl, wie Sie es von Grüntee oder Spinat kennen.

Heimische Quitten roh zu essen ist kein Vergnügen. Für rohen Verzehr empfehlen wir Sorten aus der Türkei oder Mittelasien mit leichtem Apfelaroma und mehliger Konsistenz. Entfernen Sie immer großzügig Schale, Flaum und giftige Kerne. Geeignete Sorten sind:

  • Rohköstler
  • Honigquitte
  • Shirin
  • Orange
  • Aromatnaya
  • Karp’s Sweet
  • Crimea
  • Kuganskaya
  • Miagkoplodnaja Wolgogradskaja

Aus ökologischer Sicht priorisieren Sie heimische Quitten – kürzere Transportwege schonen die Umwelt.