Wasserfasten gilt als die reinste Form des Fastens: Nur Wasser, keine Nahrung. Versprochene Entgiftung? Wissenschaftlich nicht bewiesen. Als Ernährungsexperten klären wir die Fakten.
Von Basenfasten bis Intervallfasten gibt es viele Varianten. Wasserfasten ist die radikalste: Für Tage nur mindestens drei Liter stilles Wasser pro Tag, keine Kalorien.
Es erfordert Vorbereitung und Nachsorge – nicht so einfach, wie es klingt.
So funktioniert Wasserfasten richtig
Drei Tage vorab: Reduzieren Sie die Mahlzeiten auf leicht verdauliche Lebensmittel. Am ersten Fastentag Darmreinigung mit Einlauf oder Glaubersalz, um starken Durchfall auszulösen. Trinken Sie dabei mehrere Liter Wasser.
Achtung: Risiken wie Dehydrierung, Übelkeit oder Kreislaufprobleme. Die Entgiftungswirkung ist umstritten – mehr dazu unten.
Ist Wasserfasten sinnvoll und gesund?
Typische Dauer: Bis zu zwei Wochen, Anfänger maximal fünf Tage. Immer ärztlich abklären! Es ähnelt dem Vollfasten: Der Körper schaltet in den Hungerstoffwechsel, baut Fett- und Muskelreserven ab. Schneller Gewichtsverlust, aber hohes Jo-Jo-Risiko.
Netdoktor warnt vor Mangelerscheinungen wie Konzentrationsschwächen, Herz-Kreislauf-Störungen oder Gicht. Die Deutsche Apothekerzeitung empfiehlt Fasten mit 200–400 Kalorien täglich.
https://utopia.de/ratgeber/magenschonendes-essen-leicht-verdauliche-kost-fuer-den-magen/
Wasserfasten zur Entgiftung: Mythos oder Realität?
Detox-Versprechen: Abführen plus Fasten soll Giftstoffe entfernen. Doch Verbraucherzentrale und ein 2014-Review betonen: Niere und Leber entgiften natürlich. Kaum valide Studien für Leber-Detox durch Fasten.
Sanfte Alternativen zu Wasserfasten
Die DGE sieht Vorteile bei Heilfasten, zweifelt aber an extremer Wasserfasten. Besser: Fasten nach Buchinger, Intervallfasten oder Dinner Cancelling. Weniger Risiken, nachhaltiger. Entdecken Sie unseren Fastenplan mit kreativen Ideen.