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Nachhaltige Mischkost: So gestalten Sie Ihre Ernährung umweltfreundlich

Falls Sie auf die Frage nach Ihrer Ernährung mit „alles“ antworten, praktizieren Sie Mischkost. Als Experten für nachhaltige Ernährung erklären wir, was Mischkost bedeutet und wie Sie sie umweltverträglicher machen – basierend auf bewährten Empfehlungen der DGE.

Es gibt vielfältige Ernährungsformen: Veganer essen rein pflanzlich, Vegetarier ergänzen Eier und Milchprodukte. Mischkost umfasst zudem Fleisch und Fisch.

Für Umwelt- und Tierschutz sind vegane oder vegetarische Ansätze ideal. Doch mit gezielten Schritten lässt sich Mischkost nachhaltiger gestalten. Hier sind praxisnahe Tipps aus zuverlässigen Quellen.

Was ist Mischkost?

Nach dem Lexikon der Ernährung von Spektrum der Wissenschaft setzt sich Mischkost aus pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln zusammen. Bei ausgewogener Mischkost achten Sie auf ein gutes Verhältnis von Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten.

Beispiel: Eine Pizza mit Salami enthält Getreide, Fleisch, Käse und Tomaten – das ist Mischkost, aber selten ausgewogen.

Die 10 Regeln der DGE für vollwertige Mischkost

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt zehn Regeln für eine nährstoffreiche Ernährung. Viele fördern direkt Nachhaltigkeit:

  • Gestalten Sie Ihre Ernährung pflanzenbasiert und abwechslungsreich: Mehr pflanzliche als tierische Produkte, idealerweise viele Sorten. Die DGE empfiehlt Erwachsenen täglich mindestens 400 g Gemüse und 250 g Obst. Pflanzenbasierte Kost reduziert laut Bayerischem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Treibhausgasemissionen um 15 % und spart Fläche sowie Wasser.
  • Essen Sie Fisch 1–2 Mal wöchentlich, Fleisch und Wurst maximal 300–600 g pro Woche. So können Sie qualitativ hochwertiges Fleisch aus biologischer artgerechter Tierhaltung wählen.
  • Garen Sie Lebensmittel nur so lange und heiß wie nötig – das erhält Nährstoffe und spart Energie.

Nachhaltige Mischkost umsetzen

Die DGE liefert konkrete Tipps für Nachhaltigkeit, die nahtlos in Mischkost passen:

  • Priorisieren Sie pflanzenbasierte Ernährung.
  • Wählen Sie ökologisch und fair produzierte Lebensmittel.
  • Einkaufen Sie regional, wo möglich.
  • Greifen Sie zu Saisonware – oft regionaler und frischer.

Minimiert Lebensmittelverschwendung: Kaufen Sie passend zum Bedarf. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums prüfen Sie Geruch, Aussehen und Geschmack – viele Produkte sind noch gut.

  • Bevorzugen Sie unverpackte Produkte: Obst und Gemüse lose auf Märkten oder in Biomärkten, in Stofftücher gepackt. Probieren Sie Unverpacktläden für Nudeln oder Müsli.

Reduzieren Sie Fertiggerichte und Tiefkühlkost: Stark verarbeitete Lebensmittel enthalten oft Zusatzstoffe. Selbstgekochtes pflanzenbasiert spart Geld und Umwelt.

Neues ausprobieren

Trotz Mischkost lohnt es, Alternativen zu testen – etwa Veganuary: Ein Monat vegan, idealerweise im Januar, aber jederzeit möglich. Entdecken Sie vegane Fleischalternativen, veganen Käse oder Pflanzenmilch.

Für maximale Regionalität: Bauen Sie selbst an. Auf dem Balkon gelingen Tomaten oder sogar Kartoffeln.