Die Behauptung, Rote Bete im Glas sei ungesund, hält sich hartnäckig: Beim Kochen und Einlegen gehen angeblich viele Nährstoffe verloren. Als Ernährungsexperten klären wir das auf und vergleichen Fakten.
Viele wissen gar nicht, dass man rote Bete auch roh essen kann. Rohkost gilt oft als nährstoffreicher als verarbeitetes Gemüse. Doch macht das Rote Bete aus dem Glas automatisch ungesund? Lassen Sie uns die Inhaltsstoffe analysieren und Nährwerte von roher und eingekochter Variante gegenüberstellen.
Die Nährstoffe in der Roten Bete
Dieses Superfood punktet mit B-Vitaminen, Vitamin C, Eisen und Folsäure. Letztere ist essenziell bei Kinderwunsch und Schwangerschaft und wirkt vorbeugend gegen bestimmte Formen der Blutarmut. Der rote Farbstoff Betanin ist ein starkes Antioxidans, das freie Radikale bekämpft, die Abwehrkräfte stärkt und Herz sowie Gefäße schützt.
Rohe Rote Bete enthält jedoch auch Oxalsäure. In moderaten Mengen unbedenklich, aber bei Gicht oder Rheuma sollte man rohen Verzehr einschränken und das Blattgrün meiden. Oxalsäure behindert die Calciumaufnahme und belastet in hohen Dosen die Nieren.
Vergleich: Rohe Rote Bete vs. aus dem Glas
In Glas ist sie vorgekocht und eingelegt. Der Prozess reduziert hitzeempfindliche Vitamine, bei Eisen weniger stark. Dafür verlängert Einkochen die Haltbarkeit und baut Oxalsäure ab. Jede Zubereitungsart hat Vor- und Nachteile.
Ein Nährwertvergleich zeigt leichte Unterschiede – Glasvarianten haben tendenziell niedrigere Werte:
Nährwerte DM Bio Rote Bete im Glas (Scheiben, pro 100 g):
- Brennwert: 37 Kilokalorien
- Eiweiß: 0,8 g
- Kohlenhydrate: 6,8 g
- Fett: 0,1 g
- Salz: 0,37 g
- Ballaststoffe: 1,9 g
Zu Vitaminen und Mineralien variieren Angaben je nach Verarbeitung (Kochdauer etc.).
Nährwerte rohe Rote Bete (pro 100 g):
- Brennwert: 43 Kilokalorien
- Eiweiß: 1,61 g
- Fett: 0,17 g
- Kohlenhydrate: 9,56 g
- Ballaststoffe: 2,8 g
- Kalium: 325 mg
- Natrium: 78 mg
- Magnesium: 23 mg
- Vitamin C: 4,9 mg
- Eisen: 0,8 mg
- Vitamin B6: 0,07 mg
Fazit: Nein, Rote Bete im Glas ist nicht ungesund
Vitamine gehen beim Kochen teilweise verloren, aber Oxalsäure sinkt. Frische Knollen verlieren durch Transport ebenfalls Nährstoffe. Unser Rat: Variieren Sie! Essen Sie abwechselnd roh und gekocht. Am besten selbst verarbeiten, z. B. Rote Bete pflanzen (auch auf dem Balkon) oder Rote Bete einlegen. So profitieren Sie optimal von ihren gesundheitlichen Vorteilen.