Rani Siregar sagt, ihr Herz „gehört den Bergen“.
Die 35-Jährige hat in den letzten 17 Jahren unzählige Pisten in Australien und weltweit bezwungen – von den Resorts um Jindabyne in New South Wales bis nach South Lake Tahoe in Kalifornien.
All das endete abrupt mit der Pandemie.
Doch nun lockern sich die Einschränkungen, und die Skisaison 2022 startet mit den besten Bedingungen seit Jahren. Wir sprachen mit der erfahrenen Snowboarderin, um zu erfahren, warum die Schneesport-Community in Ekstase ist. Erleben Sie pure Vorfreude (und ein bisschen FOMO).
Ranis Leidenschaft für den Schnee
Es gibt nichts Schöneres als den Auftakt der Schneesaison – diese Vorfreude liegt spürbar in der Luft.
Der erste Schneefall ist Gesprächsthema Nummer eins.
So kitschig es klingt: Er macht mich unendlich glücklich, und diese Freude spiegelt sich in den Gesichtern aller um mich herum.
Beim Snowboarden geht es mir wie Surfern aufs Brett: Es ist pure Magie. In den frischen Powder zu stürzen, den Wind im Gesicht zu spüren, während man die Pisten hinunterrast – unbeschreiblich.
Diese Mischung aus Freiheit und Adrenalin ist einzigartig. Einmal erlebt, sucht man sie immer wieder.
Und mehr noch: Snowboarden hat mir enge Freundschaften und die Chance geschenkt, die schönsten Bergregionen der Welt zu entdecken. Deshalb liegt mir das Snowboard so am Herzen.
Die Pandemie-Pause war hart für Rani
Ende 2020 verließ ich Jindabyne Richtung nördlicher Flüsse in New South Wales, als Buschbrände die Touristen vertreiben.
Als Reise-Influencerin, Snowboarderin und Tourismusprofi fiel der Großteil meiner Arbeit in diese Region.
Damals ahnte ich nicht, dass ich mich fast drei Jahre von Jindabyne verabschieden musste.
COVID schlug kurz darauf zu.
Die Pandemie war deprimierend – zuzusehen, wie die Winter vorbeizogen, nach über einem Jahrzehnt voller Schneezauber, Natur pur und Freunden.
Schwer zu ertragen: Lokale Betriebe kämpften ums Überleben, Freunde verloren ihre Jobs.
Ich mied sogar Social Media – leere Berge zu sehen tat zu weh.
„Es fühlt sich an, als würde ich nach Hause kommen“
Kaum zu glauben: Dieses Wochenende fahre ich erstmals seit Jahren in die NSW-Skigebiete.
Die meiste Saison werde ich dort verbringen, evtl. auch in Victoria oder Neuseeland.
Aber Jindabyne fühlt sich wie Heimkehr an.
Perfekt dazu: Eine der besten Schneehöhen seit 20 Jahren. Touristen strömen zurück, Unternehmen erholen sich – alles fast wie früher.
Sonntag 2 Uhr morgens starte ich mit Freunden aus Sydney, um um 7:30 Uhr die frischen Pisten zu erobern. Ich kann es kaum erwarten.