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Fisch-Spa: Warum Fischpediküre aus Tierschutz- und Hygienesicht problematisch ist

Der Fisch-Spa-Trend erobert auch Deutschland. Als Tierschutz- und Gesundheitsexperten erklären wir, warum diese Fußpflege-Methode ethisch und hygienisch bedenklich ist.

Bei der Fischpediküre tauchen Kunden ihre Füße in Becken mit kleinen Fischen, die abgestorbene Haut knabbern. In Ost- und Südostasien seit Langem üblich, soll dies Hauterkrankungen lindern. In Deutschland boomen die ersten Salons in Großstädten – doch für die Tiere ist es alles andere als artgerecht.

Fisch-Spa: Die Tierschutz-Problematik

Die Vereinbarkeit mit dem Tierschutzgesetz ist umstritten. Bisher siegt die Berufsfreiheit, sodass Fisch-Spas legal eröffnet werden können. Tierschützer kritisieren das scharf, ebenso das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz in NRW.

Fußbewegungen und schwankende Wassertemperaturen stressen die Fische extrem und verursachen Schmerzen sowie Erkrankungen. PETA berichtet, dass Betreiber die Knabberfische hungern lassen, um sie aggressiver zu machen – abgestorbene Haut ist jedoch kein ideales Futter.

Die Tiere hausen in zu kleinen Glasbecken ohne Rückzugsmöglichkeiten wie Wasserpflanzen. Hauptsächlich Garra-rufa-Fische aus Türkei, Syrien, Irak oder Iran werden verwendet. Durch die Nachfrage sind sie laut PETA bereits überfischt. Absurd: Man kann sie online bestellen, verschickt in Plastiktüten – viele überleben die Reise nicht.

Hygienische Risiken der Fischpediküre

Auch medizinisch warnt PETA: In den Becken vermehren sich Krankheitserreger rasch und übertragen sich auf Kunden. Fischkot fördert Bakterienwachstum. Beißen die Fische zu fest, infizieren sich Wunden leicht. Menschen mit Fußhauterkrankungen sollten sie strikt meiden – trotz Werbeversprechen der Betreiber.

Der Bundesverband der Deutschen Dermatologen bestätigt: Es fehlen wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit.

Nachhaltige Alternativen zur Fußpflege

Perfekte Füße ohne Tierleid? Greifen Sie zu umweltfreundlichen Methoden:

  • Ein selbstgemachtes Fußbad entspannt und bereitet auf Nagel- oder Hornhautpflege vor.
  • Bimsstein oder nachhaltige Hornhautfeilen entfernen Hornhaut sanft und lindern rissige Fersen.
  • Selbstgemachte Peelings mit Kamille oder Salz pflegen natürlich. Mehr Tipps: Hornhaut entfernen: Mit diesen Hausmitteln werden die Füße schön.
  • Fußcremes aus zertifizierter Naturkosmetik spenden Geschmeidigkeit.
  • Weitere Infos: Schöne Füße: Tipps für die natürliche Pflege.