Vergessen Sie alles, was Sie über wetterbedingte Modetrends gelernt haben – das Motto für 2020 lautet „Pandemietrends“. Die Pandemie hat uns alle gezwungen, unser Leben neu zu bewerten. Bis wir wieder sicher unterwegs sein können, entdecken wir den Wert des Vertrauten und suchen Wege, es zu verbessern. Dies betrifft Arbeit, Bildung, Mode und Handel. Selbst im Alltag: Physische Umarmungen wurden zu kontaktlosen Grüßen, Partys zu virtuellen Treffen, und wir sind unseren Liebsten näher als je zuvor.
Für Fashionistas bedeutete Isolation und Lockdown ein Umdenken: Wie relevant sind teure Outfits, wenn der Kontext fehlt? „Bei mir hieß das: Power-Anzüge und Stilettos wanderten in den Schrank. Stattdessen sind flache, bequeme Schuhe für Homeoffice und Spaziergänge unverzichtbar geworden“, erklärt Ruchi Sally von Melissa Shoes India. Auch Modemagazine widmen sich nun Work-from-Home-Looks mit Kreativität, die Trost und Hoffnung vermittelt – Schönheit entsteht durch Gefühl, nicht nur Optik.
Komfort war schon länger im Kommen: Der Athleisure-Boom und Sneakers zu Röcken zeigen es. „2020 beschleunigt diesen Trend enorm“, sagt Sally. Mode wird zweckmäßig, fördert Wohlbefinden. Schuhe führen hier voran – „Man erkennt eine Person an ihren Schuhen“, und unsere sollen nun „entspannt und authentisch“ wirken. „Verbraucher diktieren der Mode: Komfort und bewusster Konsum stehen im Zentrum. Jede Entscheidung kann die Welt verbessern“, ergänzt Sally.
Die Mode startet neu – priorisiert Komfort und Nachhaltigkeit vor Trends.