Es gibt zwei Hauptarten von Bassinstrumenten, die sich vor allem durch die Spielhaltung unterscheiden. Die Saiten sind bei allen gängigen Modellen auf die Standardtöne E1, A1, D2 und G2 gestimmt.
- Kontrabässe werden aufrecht (vertikal) gehalten.
- Bassgitarren liegen horizontal über den Knien oder hängen vor dem Körper.
Innerhalb dieser Kategorien finden Sie zahlreiche Varianten. Als passionierter Bassist mit jahrelanger Erfahrung stelle ich Ihnen die beliebtesten Modelle vor.
Kontrabässe
Kontrabässe sind entweder akustisch oder elektrisch. Akustische Modelle (auch "Double Bass" genannt) lassen sich mit einem Pickup für die Verstärkung nachrüsten. Frühe Pickups waren nicht ideal, was zur Entwicklung der E-Bassgitarre beitrug – heute überzeugen sie jedoch mit exzellentem Klang. Der Kontrabass ist ein Klassiker in Symphonieorchestern, spielbar mit Streichen (arco) oder Zupfen (pizzicato). Das griffbrettlose Griffbrett verleiht ihm seinen charakteristischen, nuancierten Ton. Üblich sind vier oder fünf Saiten, wobei vier Saiten Standard sind.
Viele akustische Kontrabässe verfügen über eine Griffbrettverlängerung, die eine Stimmung der tiefen Saite auf C oder B ermöglicht. Solche Nachrüstungen sind flexibel einsetzbar.
Eine weitere Unterscheidung betrifft die Bauweise: geschnitzt (massiv) oder laminiert (Sperrholz). Früher dominierten geschnitzte Instrumente, doch moderne Laminatbässe bieten hervorragende Qualität.
Akustikbässe begeistern in Klassik, Jazz, Country, Blues, Rockabilly, Folk sowie lateinamerikanischen und Weltmusikstilen.
Der Waschzuber-Bass, ein folkloristisches Instrument aus Stock, Seil und Metallwanne, wird mit einer einzelnen Saite gezupft.
Elektrische Kontrabässe entstanden in den 1930er Jahren. Sie sind kompakt, tragbar und für Verstärkung optimiert – aus Holz oder Synthetik wie Graphit und Kohlefaser.
Bassgitarren
Bassgitarren sind vielfältig. Das erste 4-saitige Modell entwickelte Paul Tutmarc in den 1930er Jahren; Leo Fender brachte es 1950er in die Massenproduktion.
Der Standard ist eine 4-saitige E-Bass mit massivem Korpus und Bünden. Verfügbar sind auch 5- oder 6-saitige Varianten, mit oder ohne Bünde. Seltene Modelle haben 7, 8, 10 oder 12 Saiten – letztere oft paarweise wie bei einer Mandoline gestimmt. Hybride mit Bass- und Gitarrensaiten existieren ebenfalls.
Saitenarten: Flatwound (sanft zum Griffbrett, warmer Klang) oder Roundwound (heller Ton, präzise Artikulation).
Akustische Bassgitarren haben Hohlkörper, meist mit Bünden und vier Saiten. Ideal für Weltmusik (z. B. Mexiko) und Folk. Horizontal spielbar, kompakt und verstärkerfrei nutzbar – perfekt für Gitarristen im Bassbereich.
Standardstimmungen von Bässen
Typische Werksstimmungen (andere wie Quinten C-G-D-A möglich). Bassschlüssel-Notation transponiert eine Oktave höher.
- 4-saitig: E, A, D, G
- 5-saitig: B, E, A, D, G
- 6-saitig: B, E, A, D, G, C