DeuAq.com >> Leben >  >> Unterhaltung

Das Wesentliche zum Singen von Vokalen: Expertenwissen für perfekten Klang

Als erfahrener Gesangslehrer weiß ich: Vokale entstehen durch präzise Anpassung von Zunge, weichem Gaumen (Velum), Kiefer und Lippen. Diese Artikulatoren formen den Vokaltrakt und verleihen jedem Vokal seinen charakteristischen Klang und seine Farbe. Beim Singen überwiegen Vokale klar die Konsonanten – hier ist der Grund dafür.

Singen auf dem Vokal

Für schönen, projizierenden Gesang sollte 99 Prozent der Töne auf einem reinen Vokal basieren. Klingt einfach, doch viele kämpfen damit, Konsonanten schnell und verständlich zu artikulieren. Der Trick: Konsonanten vor dem Schlag platzieren. Besonders heikel sind s, r und w – sie brauchen Zeit, müssen aber blitzschnell gemeistert werden. Häufiger Fehler: Das amerikanische 'r', das unnötige Spannung in Mund, Kiefer und Zunge erzeugt.

Reine Vokale

Reine Vokale bleiben während der Ausführung stabil positioniert. Sie sind essenziell für klassisches und Chorgesang, verbessern aber jeden Stil. Aus meiner Praxis: Reine Vokale machen den Gesang authentisch und einwandfrei. Falsche Wahl wirkt gestelzt – denken Sie an übertriebene Operndiven.

Amerikaner neigen zu beweglichen Artikulatoren, was oft wie Kaugummi kauen klingt. Trainieren Sie Stabilität für Klarheit.

Diphthonge und Triphthonge

Viele englische Vokale sind Diphthonge (zwei Laute) oder Triphthonge (drei). Beim Singen verlängern Sie den ersten Laut, fügen die anderen erst am Ende hinzu. Der Mund bleibt größtenteils in Position.

Die neun Diphthonge: Junge (ɔɪ), sag (eɪ), mein (ɑɪ), braun (ɑʊ), wenige (ju), Angst (ɪə), mare (eə), heilen (ʊə) und vier (ɔə). Die sechs Triphthonge enden mit 'r' als Schwa (ə), nicht rollendem R: Blume (ɑʊə), Käufer (ɑɪə), Anwalt (ɔɪə), Schicht (eɪə), weniger (əʊə).

Lange und kurze Vokale

Im Englischen beziehen sich 'lange' und 'kurze' Vokale nicht auf Dauer – beim Singen irrelevant. Lange klingen wie Vokalnamen, oft Diphthonge: Fate (eɪ), meet (iː), kite (aɪ), rose (oʊ), cute (juː). Kurze sind monophthongal: mat (æ), met (ɛ), mitt (ɪ), lot (ɒ), closed (ʌ). In anderen Sprachen zählt die Dauer.

Terminologie und das Vokaldiagramm

In Studios hören Sie: vorwärts, rückwärts, offen, geschlossen, gerundet, ungerundet. Basierend auf Daniel Jones' Vokaldiagramm aus Röntgenaufnahmen. Zungenhochpunkt: hinten bei 'cool' (u), vorne bei 'treat' (i). Offen: Kiefer weit (ɑ in Pfote), geschlossen: eng (ɪ in Drucken). Lippen gerundet hinten (doe), ungerundet vorne (deer).

Chorleiter fordern oft geschlossene Vokale in unbetonten Silben: 'Husband' als hʌz-bənd (Schwa ə statt ɑ). Hintere Vokale sind schwerer zu projizieren als vordere.

Vokalmodifikation

Reine Vokale ideal, doch Modifikationen befreien: Leichtes Absenken des Kiefers, Lippenrundung oder Zungenjustierung. Häufig bei hohen Tönen: Kiefer senken für Freiheit.