Die Grundlage für die Rap-Rock-Sensation Linkin Park wurde 1996 in Südkalifornien gelegt. Drei Highschool-Freunde – Schlagzeuger Rob Bourdon, Gitarrist Brad Delson und Sänger Mike Shinoda – gründeten eine Band. Kurz nach ihrem Abschluss stießen Bassist Dave Farrell, Turntablist Joe Hahn und der vorläufige Leadsänger Mark Wakefield hinzu. Zunächst als SuperXero und später als Xero bekannt, nahmen sie Demos auf, fanden jedoch kein großes Interesse.
Finalisierung der Besetzung und des Bandnamens
Der ausbleibende Erfolg führte zum Ausstieg von Mark Wakefield und ebnete 1999 den Weg für Chester Bennington als Frontmann. Die Band nannte sich Hybrid Theory – eine Anspielung auf ihren hybriden Rock-Rap-Sound. Aufgrund rechtlicher Probleme mit einem ähnlichen Namen änderte sie ihn in Lincoln Park, benannt nach einem Park in Santa Monica, Kalifornien. Als der Domainname bereits vergeben war, wurde daraus Linkin Park.
Instant-Superstars
Linkin Park debütierte 2000 mit dem Album Hybrid Theory, das zu einem der größten Debüts aller Zeiten wurde. Es verkaufte sich allein in den USA rund 10 Millionen Mal und lieferte Hits wie „In the End“ und „Crawling“. Die Band avancierte zu einem der führenden Acts der Rap-Rock-Bewegung.
Projekt Revolution
2002 startete Linkin Park Projekt Revolution, eine jährliche Headliner-Tour, die Hip-Hop- und Rock-Acts wie Cypress Hill, Korn, Snoop Dogg und Chris Cornell vereinte.
Arbeit mit Jay-Z
Nach dem Erfolgsalbum Meteora (2003) kooperierte die Band 2004 mit Rap-Ikone Jay-Z für Collision Course. Dieses Mash-up-Album aus Tracks beider Künstler toppte die Billboard-Charts und gilt als Meilenstein des Genres.
Experimente mit neuem Sound
Während Meteora den Rock-Rap-Mix fortsetzte und Collision Course Hip-Hop-Elemente vertiefte, wandte sich das 2007er Album Minutes to Midnight atmosphärischen, introspektiven Klängen zu. Es verkaufte sich in den USA über 2 Millionen Mal, platzierte vier Singles in den Billboard Mainstream Rock Tracks und brachte mit „Shadow of the Day“ einen Platin-Hit sowie den MTV VMA Best Rock Video Award 2008.
A Thousand Suns
2010 folgte das Konzeptalbum A Thousand Suns, ein 48-minütiges Hörerlebnis. Die Lead-Single „The Catalyst“ war der erste Song an der Spitze der Billboard Rock Songs-Charts.
Living Things
2012 erschien Living Things, angekündigt durch die Single „Burn It Down“.
The Hunting Party
Das 2014er Album The Hunting Party markierte die Rückkehr zu einem gitarrenlastigen, harten Rock-Sound, der an die Anfänge erinnerte.
Aktuelle Linkin Park-Mitglieder
- Chester Bennington – Leadgesang
- Rob Bourdon – Schlagzeug, Perkussion
- Brad Delson – Leadgitarre
- David "Phoenix" Farrell – Bassgitarre
- Joe Hahn – Plattenspieler, Sampling, Programmierung
- Mike Shinoda – Gesang, Rappen, Keyboards, Rhythmusgitarre
Unverzichtbares Linkin Park-Album
Hybrid Theory
Dieses Debüt fängt die jugendliche Wut am intensivsten ein. Das Zusammenspiel von Benningtons melodischem Gesang und Shinodas aggressivem Rap spiegelt die emotionalen Schwankungen von Traurigkeit zu Zorn wider – ein Markenzeichen der Band.
Linkin Park-Diskographie
- Hybrid Theory (2000)
- Reanimation (Remix-Album) (2002)
- Meteora (2003)
- Live in Texas (Live-Album) (2003)
- Collision Course (mit Jay-Z) (2004)
- Minutes to Midnight (2007)
- A Thousand Suns (2010)
- Living Things (2012)
- The Hunting Party (2014)
- Herausgegeben von Bob Schallau