Tantric ließ sich von Bands wie Alice in Chains und Creed zu ihrem charakteristischen, erdigen Hardrock inspirieren. Aus den Trümmern der erfolgreichen Gruppe Days of the New entstanden sie Anfang der 2000er Jahre und eroberten zunächst ein großes kommerzielles Publikum. Interne Konflikte und durchwachsene Alben setzten ihrem Aufstieg jedoch zu. Unbeirrt kehrte Tantric 2009 mit dem Album Mind Control zurück.
Tantrics Ursprünge
Drei Gründungsmitglieder – Gitarrist Todd Whitener, Schlagzeuger Matt Taul und Bassist Jesse Vest – kamen Ende der 90er aus Days of the New, die durch Grunge-Influence von Soundgarden und Alice in Chains zu Mainstream-Erfolg gelangten. Streitigkeiten mit Frontmann Travis Meeks führten zum Ausstieg. Die Drei gründeten Tantric und holten Hugo Ferreira als Sänger. Sie unterschrieben bei Madonnas Maverick-Label und bereiteten ihr Debüt vor.
Erfolgreiches Post-Grunge-Debüt
Das selbstbetitelte Debütalbum Tantric erschien im Februar 2001. Ferreiras Stimme ähnelte dem ikonischen Growl von Layne Staley von Alice in Chains. Statt zu experimentieren, setzten sie auf bewährte Post-Grunge-Hits wie „Breakdown“, ähnlich Creed oder Nickelback. Das Album wurde Gold, trotz gemischter Kritiken.
Der Einbruch mit dem zweiten Album
Drei Jahre später folgte After We Go, solides Hardrock mit Alice-in-Chains-Vibes in „Hey Now“. Kommerziell stagnierten sie jedoch, was Zweifel an der Bandzukunft weckte.
Lineup-Wechsel und Label-Probleme
Vor dem nächsten Album verließen Whitener, Taul und Vest die Band – Ferreira blieb als letzter Original-Mitglied. Er rekrutierte Neues und veröffentlichte Songs unter Silent Majority The End Begins (2008), das den Abwärtstrend nicht stoppte.
"Mind Control"
Am 4. August 2009 erschien Mind Control, produziert von Brett Hestla (ex-Creed/Dark New Day). Trotz Zerstreuung tauschten sie Dateien per E-Mail, wählten aus 30 Songs 12 für eines ihrer härtesten Alben aus.
'37 Channels'
Bei 37 Channels (2013) produzierte Ferreira allein, mit Gästen wie Shooter Jennings und Austin Winkler (Hinder). Eine neue Tourband promotete das vielköpfige Album.
'Blue Room Archives'
Das 2014er Compilation-Album Blue Room Archives, selbst produziert, enthält unveröffentlichtes Material, Akustik-Versionen von „Breakdown“ und „Mourning“ sowie Remixe von „Mind Control“ und „Fall to the Ground“. Benannt nach ihrem Heimstudio „The Blue Room“.
Aktuelle Tantric-Besetzung
Hugo Ferreira – Gesang
Scott Wilson – Bassgitarre
Tommy Gibbons – Gitarre
Wichtigste Tantric-Songs
„Breakdown“
„Astounded“
„Hey Now“
„Down and Out“
„Mind Control“
Tantric-Diskografie
Tantric (2001)
After We Go (2004)
The End Begins (2008)
Mind Control (2009)
37 Channels (2013)
Blue Room Archives (2014)
Tantric-Zitate
Hugo Ferreira über seinen Einstieg:
„Wir wurden von derselben Firma gemanagt... Ich sang mit ihnen, es fühlte sich natürlich an. Zuerst hieß es C-14, dann Tantric.“
Über Label-Probleme nach 'After We Go':
„Nach dem Schock schrieb ich im Keller-Studio. Kämpfe machen kreativ.“
Warum der Name Tantric blieb:
„Es ist meine Identität. Ich habe es tätowiert. Ich bin geblieben, die anderen gingen.“
Tantric-Trivia
- Tantric coverte Fleetwood Macs „The Chain“ auf After We Go.
- Hugo Ferreira wuchs mit Nuno Bettencourt (Extreme) auf.
Herausgegeben von Bob Schallau