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Mondaufzug statt Raketen: Die effiziente Zukunft der Mondressourcenförderung

Beim Blick auf den Mond sehen viele Schönheit und Krater. Für Visionäre und Unternehmer jedoch birgt unser Satellit enorme wirtschaftliche Potenziale – oft als "neunter Kontinent der Erde" bezeichnet. Ressourcen wie Helium-3 für Fusionskraftwerke oder seltene Erden wie Neodym für Smartphones und Elektronik warten darauf, genutzt zu werden.

Eine Studie aus dem Jahr 2019 bietet eine bahnbrechende Lösung: Ein Mondaufzug. Ein Kabel, verankert auf der Mondoberfläche, erstreckt sich über die meisten der 400.000 km zum Erdsystem. Es endet nicht direkt auf der Erde, sondern hoch in der Erdumlaufbahn, um relative Bewegungen auszugleichen.

Dies positioniert den Aufzug über dem Großteil des Weltraummülls – ein wachsendes Problem durch zunehmende Satellitenstarts. Solarbetriebene Roboter-Shuttles könnten als Förderbänder Ressourcen transportieren.

Die Idee stammt von Zephyr Penoyre und Emily Sandford, Astronomen-Doktoranden der Columbia University. Sie schätzen die Kosten auf wenige Milliarden US-Dollar – machbar angesichts aktueller Investitionen.

Zum Vergleich: Jeff Bezos verkauft jährlich Amazon-Aktien im Wert von 1 Milliarde Dollar für Blue Origin. Das NASA-Artemis-Programm, das in diesem Jahrzehnt die erste Frau und den ersten farbigen Astronauten zum Mond bringt, kostet 86 Milliarden Dollar. Eine weitere Studie prognostiziert Amortisation des Aufzugs nach nur 53 Fahrten.

Das Kabel, nicht dicker als ein Bleistift und mit 40 Tonnen Gewicht, ist für Raketen wie SpaceX Starship transportierbar. Im Gegensatz zu einem Erden-Weltraumaufzug muss es nicht gegen starke Gravitation ankämpfen.

Der mondlose Atmosphäre-Vakuum erlaubt Materialien wie Kevlar – keine exotischen Superwerkstoffe wie für erdgebundene Aufzüge notwendig.

Zusammenlegbar mit Erdenkonzepten: Chinesische Medien präsentierten 2021 eine "Himmelsleiter" – Aufzug von der Erde zur Raumstation, dann zum Mondaufzug.

Weltraumaufzüge sind seit über 100 Jahren Theorie. Doch mit steigenden Investitionen könnte ein Mond-Boom bevorstehen, der Kosten senkt und Gewinne maximiert.

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