Es gibt keine „richtige“ Art zu sitzen.
Bei Vorstellungsgesprächen erwarten Interviewer eine aufrechte Haltung, und auf Dates wirkt Vorbeugen interessiert. Um jedoch Rückenschmerzen vorzubeugen, gibt es keinen universell „richtigen“ Weg zu sitzen – das zeigen zahlreiche Studien.
Krumm sitzen ist nicht schädlich.
Viele halten aufrechtes Sitzen für gut und krummes für schlecht, doch das ist ein Mythos. Eine große australische Längsschnittstudie ergab: Chronische Rückenschmerzen treten nicht bei Menschen mit schlechter Haltung auf. Genetik, Angst, Schlafmuster und Stress spielen eine größere Rolle.
Aufrechtes Sitzen ist oft unangenehm.
Bitten Sie eine Gruppe, 'richtig' zu sitzen, richten sie sich auf. Lassen Sie sie länger so verharren, wird es unangenehm. Dennoch empfehlen wir es oft – aus ästhetischen und gesellschaftlichen Gründen.
Finden Sie Ihre optimale Position.
Schlechte Haltung verursacht keine Rückenschmerzen, doch bei Beschwerden lohnt es sich, Stühle anzupassen. Passen Sie Ihre Sitzposition an, bis der Schmerz nachlässt und Sie bequem sind.

Kein „magischer Stuhl“ gegen Rückenschmerzen.
Wir haben Stühle – wackelig oder stabil, mit oder ohne Lehne – sowie ergonomische vs. normale Schreibtische untersucht. Keiner macht einen bleibenden Unterschied. Effekte verblassen schnell. Bleiben Sie schmerzfrei, wechseln Sie nichts. Bei Problemen: Testen Sie Modelle.
Mehr Bewegung statt Starren.
Langes Sitzen erhöht Risiken für Herzkrankheiten und Diabetes. Statt starrer 30-Minuten-Regeln: Bewegen Sie sich einfach öfter – schonend, ohne chronische Schmerzen zu betonen.
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Stehpulte: Gut für einige.
Sie boomen und helfen manchen, doch stundenlanges Stehen verursacht ähnlich viele Schmerzen wie Sitzen. Nicht für jedes Büro geeignet.
Passen Sie auf sich auf.
Für einen gesunden Rücken: Stress managen, ausreichend schlafen, moderate Bewegung. Übertreiben Sie es nicht mit der Haltungssorge.