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Wellenenergie vs. Gezeitenenergie: Die entscheidenden Unterschiede und Technologien

Sie haben sicher in der Schule gelernt: Gezeiten entstehen durch die Gravitationskraft des Mondes, der das Ozeanwasser anzieht, während er die Erde umkreist. Wellen dagegen werden vom Wind über die Meeresoberfläche erzeugt. Beide Bewegungen bergen eine immense kinetische Energie im Meer.

Gezeitenenergie nutzt Unterwasserturbinen, die Windrädern ähneln, aber mit kürzeren, robusten Blättern ausgestattet sind. Das strömende Wasser dreht die Schaufeln, treibt Generatoren an und erzeugt Strom.

Diese Turbinen wirken optimal in engen Meeresstraßen, die Gezeitenströme bündeln. Ein Paradebeispiel: Zwischen schottischem Festland und Insel Stroma, wo eine der weltgrößten Anlagen die Ströme zwischen Atlantik und Nordsee einfängt.

Alternativ fangen Barrieren Wasser bei Flut auf und leiten es bei Ebbe durch Kanäle mit Turbinen ab – eine bewährte Methode der Meeresenergie.

Wellenenergiekonverter setzen hingegen an Küste oder offenes Meer Schwimmer ein, die mit den Wellen oszillieren und Hydraulikpumpen betätigen, um Generatoren zu speisen. Küstennahe Systeme kanalisieren Wellen in Kammern, die Luft durch Turbinen pressen. Obwohl Herausforderungen bestehen, versprechen Ozeane zuverlässige, erneuerbare Energie in gigantischem Maßstab.