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Warum fliegen Schmetterlinge nicht gerade? Die clevere evolutionäre Strategie

Gefragt von: Jamie Fitzpatrick, Dublin

Schmetterlinge und Motten nutzen ihre Flügel vielseitig: zum Fliegen, als mobile Werbetafeln für Giftigkeit oder Tarnmuster. Man könnte erwarten, dass sie weniger agile Flieger sind als Insekten mit rein aerodynamisch optimierten Flügeln. Tatsächlich ist ihr unberechenbarer Flug eine raffinierte evolutionäre Taktik, die es Raubtieren erschwert, die Bahn vorherzusehen. Giftige Arten dispensieren mit solchen Manövern und fliegen gerader.

Strömungssimulationen der Universität Kyoto (2023) offenbaren, wie Schmetterlinge mit jedem Flügelschlag starke Turbulenzen erzeugen – Grundlage für ihre markanten Sturzflüge und Schleuderbewegungen. Hochgeschwindigkeitsaufnahmen der Johns Hopkins University in Baltimore zeigen zudem, dass sie ihren Schwerpunkt dynamisch verschieben, indem sie Körper und Flügel repositionieren.

Monarchfalter beherrschen dabei 90-Grad-Wenden in weniger als einer Körperlänge.

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