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Gentechnisch veränderter Pilz tötet Malaria-Mücken zu 99 Prozent: Erfolgreicher Feldeinsatz

Ein gentechnisch modifizierter Pilz, der Spinnengift produziert, bietet einen sicheren, kostengünstigen und zugänglichen Schutz vor Malaria. In Feldversuchen eliminierte er in nur 45 Tagen über 99 Prozent der Mücken.

Der Pilz Metarhizium pingshaense wurde 2017 erstmals entwickelt. Nun testeten Wissenschaftler der University of Maryland und aus Burkina Faso ihn erstmals außerhalb des Labors in einem 600 Quadratmeter großen, eingezäunten simulierten Dorf. Die Mückenpopulation sank von 1.500 adulten Exemplaren auf nur 13 – zu wenig, um Paarungsschwärme zu bilden und sich fortzupflanzen.

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Die Forscher nutzten eine natürliche Eigenschaft des Pilzes: einen "genetischen Schalter", der erst im Blutkreislauf einer Mücke aktiviert wird.

"Diese Pilze sind hochselektiv", erklärt Raymond St. Leger, Professor für Entomologie an der University of Maryland. "Sie erkennen durch chemische Signale und Körpermerkmale, wo sie sind. Unsere Variante bevorzugt Mücken, dringt in deren Kutikula ein und tötet sie. Für andere Insekten ist das schwieriger – somit ist er sicher für Nützlinge wie Honigbienen."

Der Pilz, in Sesamöl auf schwarze Baumwolltücher aufgetragen, ist lokal günstig verfügbar und wirkt auch gegen insektizidresistente Mücken. Er könnte vielen Gemeinden effektiven Moskitoschutz bieten.

Als Nächstes plant das Team Tests in einem echten Dorf.