Als Tierverhaltensexperte mit jahrelanger Erfahrung in der Katzenforschung frage ich mich das oft: Wäre es wirklich schlimm, wenn Ihre Katze Sie primär wegen des Futters mag? Nahrung ist der uralte Kämpfe des Lebens. Tatsächlich hat Essen Menschen und Katzen vereint. Eine chemische Analyse von Knochen 5.300 Jahre alter Katzen aus China belegt: Diese waren Nagetierjäger in Getreidelagern. Wir gaben Schutz, sie bekämpften Schädlinge.
Im Verlauf der Domestizierung wurden Hauskatzen in westlichen Kulturen nicht nur für ihre Krallen, sondern auch für Kuschelqualitäten gezüchtet. So entstand eine Bindung tiefer als bloße Futtersucht.
Die Zähmung hat Verhaltensweisen freigesetzt wie Putzen, spielerisches Ringen und halbtote Mäuse als Geschenke – alles für die Familie, nicht nur zum Fressen.
Im September 2019 zeigten Studien: Katzen weisen „sichere Bindung“ auf, wie Hunde. Die Nähe zum Menschen signalisiert Sicherheit und Ruhe.
Weitere Belege: Katzen erleben nach Stressereignissen wie einem Schlaganfall eine Oxytocin-Ausschüttung, wie wir bei Liebsten. Hunde könnten nun Konkurrenz im Wettstreit um den besten Freundtitel haben.
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