Anfang dieses Jahres stuft die IUCN die Schuppenfußschnecke als erste Art aufgrund der Tiefseebergbau-Bedrohung als gefährdet ein. Dieses Meeresweichtier wirkt unscheinbar neben Orang-Utans oder Pandas, doch es birgt faszinierende Anpassungen.
Mit einem Herzen von rund 4 Prozent ihres Körpervolumens hat sie – relativ zur Größe – das größte im Tierreich. Es ermöglicht das Überleben in sauerstoffarmen Tiefen.
Bisher entdeckt nur an drei Hydrothermalquellen im Indischen Ozean, bis 3 Kilometer tief. Sie züchtet chemoautotrophe Mikroben in einer Darmtasche, die Chemikalien aus Vulkanschloten in Nahrung umwandeln.
Einziger bekannter Organismus, der Eisensulfide in Schale und Hunderte äußere Schuppen einbaut – ihr metallisches Skelett. Doch gegen Bergbauprojekte schützt es nicht.
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