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Erste Siedler Amerikas brachten Hunde mit: Studie zur Domestizierung in Sibirien

Die ersten Menschen, die sich vor mehr als 15.000 Jahren auf dem amerikanischen Kontinent niederließen, nahmen ihre Hunde mit – wie eine neue Studie zur Hundefdomestizierung belegt.

Ein internationales Team unter Leitung der Archäologin Dr. Angela Perri von der Durham University hat archäologische Funde und genetische Daten alter Menschen und Hunde analysiert.

Die Forscher fanden heraus: Die Domestizierung von Hunden begann vor über 23.000 Jahren in Sibirien. Von dort zogen die Menschen mit ihren Begleitern nach Westen nach Europa und nach Osten nach Amerika.

Amerika gehörte zu den letzten besiedelten Regionen der Welt – Hunde waren zu dieser Zeit bereits domestiziert.

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„Die Domestizierung in Sibirien löst viele Rätsel um die Mensch-Hund-Beziehung“, sagt Dr. Perri. „Archäologie, Genetik und Chronologie zeichnen ein klares Bild: Hunde entstanden dort und verbreiteten sich nach Amerika und weltweit.“

Hunde gehörten zum kulturellen Repertoire der Siedler wie Steinwerkzeuge, erklären die Experten.

„In Amerika fand keine Hundefdomestizierung statt“, betont Co-Autor Dr. Laurent Frantz von der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Genetische Signaturen alter Hunde belegen: Sie waren vor der Migration nach Amerika in Sibirien präsent.“

Die Ergebnisse erscheinen in der renommierten Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).