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Großer Kopf, höhere Intelligenz? Was die Wissenschaft dazu sagt

Die gängige Vorstellung lässt vermuten, dass ein großer Kopf auf überdurchschnittliche Intelligenz hindeutet. Schauen Sie sich nur die ultrakluge Filmfigur Megamind mit ihrem markanten Knollenkopf an (Bild oben).

Wie bei vielen Neuromythen gibt es ein Körnchen Wahrheit: Bei Menschen korrelieren Gehirngröße und Intelligenz – gemessen per IQ-Tests – moderat. Studien schätzen die Korrelation auf 0,3 bis 0,4 (wobei 1 eine perfekte Übereinstimmung wäre).

Korrelation bedeutet jedoch nicht Kausalität. Diese Zusammenhänge basieren auf Durchschnittswerten vieler Menschen. Die Kopf- oder Gehirngröße eines Individuums sagt wenig über dessen Intelligenz aus. Albert Einsteins Gehirn war beispielsweise nicht übermäßig groß, eher im kleineren Bereich.

Denken Sie an Tiere: Elefanten und Wale besitzen Gehirne, die bis zu sechsmal größer als menschliche sind – doch wir halten sie nicht für intelligenter. Umgekehrt leisten Tiere mit winzigen Gehirnen Beeindruckendes, wie die Hummel, die den Standort unzähliger Blumen auf mehreren Quadratkilometern merkt.

Neurowissenschaftler betonen: Entscheidend für Intelligenz sind neuronale Effizienz – also wie schnell und zuverlässig Neuronen kommunizieren – sowie die Konnektivität zwischen Schlüsselregionen des Gehirns, nicht das Gesamtvolumen.

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