Hauskatzen verbringen einen Großteil des Tages schlafend – im Durchschnitt 10 bis 13 Stunden täglich (in Naps von 50 bis 110 Minuten), manchmal sogar bis zu 17 Stunden. Als erfahrene Tierbesitzer wissen Sie das nur zu gut. Doch warum ist das so?
Dr. David Sands, Tierpsychologe mit über 25 Jahren klinischer Praxis, teilt sein Fachwissen: Wir haben die Ursachen des ausgiebigen Katzen-Schlafs beleuchtet.
Warum schlafen Katzen so viel?
Katzen sind dämmerungsaktiv, also besonders wach bei Morgendämmerung und Abenddämmerung – wie Frettchen, Hamster oder streunende Hunde.
„Das liegt an ihrer evolutionären Anpassung als Raubtiere in schwachem Licht. Ihre Augen sind perfekt für die Dämmerung geeignet“, erklärt Sands.
Ein besonderes Merkmal ist das Tapetum lucidum, eine schichtartige Struktur hinter der Netzhaut. Es lässt Katzenaugen im Dunkeln leuchten und ermöglicht eine bessere Lichtnutzung – ideal für die Jagd bei Dämmerung.
Wildkatzen mussten enorme Energie für die Jagd aufwenden. Heutige Hauskatzen sparen weiterhin Kraft für diese Phasen, getrieben von ihrem Instinkt – auch wenn Futter aus der Dose kommt.
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Menschen können den Schlafrhythmus beeinflussen. Eine Studie der Universität Messina mit Trackern an 10 Katzen zeigte: Katzen in beengten Räumen passen sich den Besitzern an und sind während Interaktionen aktiver.
Ihre Katze schläft also gerne – und teilt vielleicht Ihre Zeit, wenn Sie sie einbeziehen.