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NASA Artemis-Programm: Blue Origin, SpaceX und Dynetics entwerfen den nächsten Mondlander

Die NASA hat drei führende US-Unternehmen für das Artemis-Programm ausgewählt, um Mondlander zu entwickeln, die Astronauten sicher zurück zum Mond bringen. Blue Origin, SpaceX und Dynetics teilen sich Verträge im Volumen von 967 Millionen US-Dollar, die 10 Monate Designarbeit finanzieren und enge Zusammenarbeit mit NASA-Ingenieuren ermöglichen.

Im Februar 2021 wählt die NASA aus, welche Firmen mit den ersten Demonstrationsmissionen fortfahren.

Der größte Anteil (579 Millionen US-Dollar) geht an Blue Origin von Jeff Bezos. SpaceX von Elon Musk erhält 135 Millionen US-Dollar, Dynetics aus Huntsville, Alabama, 253 Millionen US-Dollar.

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"Wir sind auf dem Weg", erklärte Douglas Loverro, stellvertretender NASA-Administrator für Human Explorations and Operations Mission Directorate in Washington bei der Ankündigung. "Mit diesen Auszeichnungen starten wir eine spannende Partnerschaft mit Branchenführern, um die nationalen Ziele zu erreichen."

Die Designs sind innovativ und unterschiedlich. Blue Origin plant ein Raumschiff, das an Apollo erinnert: Ein Abstiegsmodul mit Triebwerken verbindet sich mit einem Aufstiegsmodul und Mannschaftsraum. Das Abstiegsmodul bleibt nach der Landung zurück, während das Aufstiegsmodul die Crew in den Orbit bringt.

NASA Artemis-Programm: Blue Origin, SpaceX und Dynetics entwerfen den nächsten Mondlander

Dynetics setzt auf ein kompaktes Einheitsdesign mit Motoren an beiden Seiten des Mannschaftsraums. Es ist vielseitig für verschiedene kommerzielle Raketen geeignet und erhielt die besten technischen Bewertungen der NASA.

SpaceX finanziert sein vollständig wiederverwendbares Starship-System mit dem Super Heavy Booster – ein ikonisches Raketenschiff, das langfristig Mars-Missionen ermöglichen soll.

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Das Artemis-Programm ehrt die Mondgöttin aus der griechischen Mythologie, Schwester des Apollo. Ziel: Bis 2024 die erste Frau und den nächsten Mann auf dem Mond landen – eine ambitionierte Ansage von Vizepräsident Mike Pence, die den Zeitplan von 2028 vorverlegt.

Dieser Druck könnte herausfordernd werden.

Das Artemis-Programm

Beim Apollo-Programm brauchte Grumman Aircraft sieben Jahre und über 21 Milliarden US-Dollar für die Mondlandefähre. Heute hat die NASA weniger Zeit und Budget, setzt aber auf fortschrittliche Technologie und "von der Stange"-Komponenten.

David Baker, Ex-NASA-Ingenieur bei Apollo und Herausgeber von Spaceflight der British Interplanetary Society, warnt realistisch: "Ziele motivieren, aber 2028 war bereits ambitioniert. Bis 2024? Ich bin skeptisch, aber kein Zyniker."

Die NASA kooperiert mit Privatfirmen, die Kosten teilen für zukünftige Aufträge. Die genaue Missionsarchitektur wird in den nächsten 10 Monaten finalisiert, wahrscheinlich ohne das Lunar Orbital Platform Gateway (Gateway).

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Ursprünglich sollten Orion-Kapseln am Gateway andocken, um zu Mondlandern zu wechseln. Internationale Partner wie ESA, Russland, Japan und Kanada bauen Module wie ESPRIT und iHAB. Nach der 2024-Ankündigung priorisiert die NASA US-Firmen für Teile, Gateway bleibt für Folgemissionen relevant.

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Artemis I startet November nächsten Jahres: Unbemannter Test von Space Launch System (SLS) und Orion. Artemis II (2022) bringt vier Astronauten um den Mond – erstmals seit 1972. Artemis III landet auf der Oberfläche.

Kongress-Zustimmung und Budget sind entscheidend. Politische Spannungen brauen sich zusammen: Wissenschaftsausschuss fordert NASA-Eigentum am Lander, doch die Behörde setzt auf Partnerschaften. House Science Committee Chair Eddie Bernice Johnson (D-Texas) kritisiert: "Die NASA ignoriert den Kongresswillen für eine willkürliche 2024-Frist."

Technische und politische Hürden lauern – doch Artemis treibt die Menschheit voran.